Bundesliga

Union Berlin: Paradiesvogel Max Kruse vor Debüt

Ujah und Endo weiter in der Warteschleife

Union Berlin: Paradiesvogel Kruse vor Debüt

Kommt er am Samstag zu seinem Debüt für Union: Max Kruse.

Kommt er am Samstag zu seinem Debüt für Union: Max Kruse. imago images

Eine bessere Bühne konnte Max Kruse nicht bekommen. Als der neue Star des 1. FC Union am Donnerstagmittag nach dem Training die Kabine in Richtung Parkplatz verließ, wartete dort ein gutes Dutzend Journalisten auf den Einlass zur Pressekonferenz zum ersten Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den FC Augsburg. Alle Augen richteten sich auf Kruse. Mit Basecap, einem lilafarbenen Trikot von US-Basketballspieler LeBron James (L.A. Lakers) und Badeschlappen schlurfte er lässig zu einem gelben Porsche.

In diesem nahm neben ihm Offensivkollege Berkan Taz Platz. Der bekommt zwar keine Chance von Trainer Urs Fischer, aber immerhin durfte er mal bei Kruse in der ersten Reihe sitzen. Kruse und Taz brausten davon, nachdem das Dach geöffnet war. Mancher Beobachter glaubt, dass Kruse als Typ nicht wirklich zu Union passt. Vielleicht fehlte dem bisweilen sehr verschlossenen Klub aber auch gerade ein solcher Paradiesvogel, um sich hier und da zu öffnen. Das wird die Zukunft zeigen.

In der Gegenwart konnte Kruse allerdings sportlich noch keine Aufmerksamkeit erregen. Das dürfte am Sonnabend vorbei sein. Kruse ist quasi ante portas. Chefcoach Urs Fischer zählte mit Angreifer Anthony Ujah (Knieverletzung) und Linksaußen Keita Endo (Aufbautraining nach Oberschenkelverletzung) nur noch zwei angeschlagene Akteure auf, die keine Chance auf eine Kadernominierung hätten. Kruse hingegen, der bislang wegen einer im März bei Ex-Verein Fenerbahce Istanbul zugezogenen Sprunggelenksverletzung kein einziges der sieben Testspiele bestritt, darf sich nun Hoffnung auf einen ersten Einsatz im Union-Trikot machen. "Ich schließe das nicht aus. Von einem Startelf-Debüt zu sprechen, finde ich sehr euphorisch. Schauen wir mal, ob es für den Kader reicht", meinte Cheftrainer Urs Fischer.

Auf alle Fälle wird Kruse seine neue Mannschaft erstmals live im Stadion erleben, selbst wenn er nicht im Aufgebot steht. Im Gegensatz zu Freundschaftsspielen gibt es bei Pflichtspielen von Union eine Präsenzpflicht für Reservisten.

Matthias Koch

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