Südwest

SSV Ulm beendet 2022 ohne Heimniederlage

Regionalliga Südwest, 20. Spieltag

Ulm beendet 2022 ohne Heimniederlage - Balingen klettert auf Platz 2

Die TSG Balingen stellte bereits in den ersten 45 Minuten mit vier Treffern die Weichen gegen den VfR Aalen.

Die TSG Balingen stellte bereits in den ersten 45 Minuten mit vier Treffern die Weichen gegen den VfR Aalen. IMAGO/Eibner

20. Spieltag

Acht Spiele waren in der Regionalliga Südwest für Samstag anberaumt. Gespielt wurde jedoch nur auf sieben Plätzen. Die Partie zwischen dem TSV Steinbach Haiger und dem Bahlinger SC wurde kurzfristig abgesagt.

Tabellenführer SSV Ulm 1846 hatte mit Eintracht Trier einen Gegner mit Schlagseite zu Gast, der bereits vor dem Auftritt beim Primus viermal in Folge den Platz als Verlierer verließ. In Ulm kam Pleite Nummer fünf dazu. Schon nach Rösers Treffer aus den Anfangsminuten war klar (4.), wohin die Reise für den SVE an diesem Nachmittag gehen wird. Die Gastgeber kontrollierten Ball und Gegner, ohne sich zunächst aber weitere große Torchancen zu erspielen. Vor der Pause erhöhte der SSV die Schlagzahl noch einmal. Schmidts und Röser ließen den zweiten Treffer allerdings liegen. So war das Spiel zumindest ergebnistechnisch lange Zeit offen. Es dauerte bis zur 78. Minute, ehe Joker Rühle für klare Verhältnisse sorgte. Anschließend ließ der Spitzenreiter weitere Hochkaräter noch liegen. Machte auch nichts: Am Ende stand der siebte Heimsieg der Saison, durch den Ulm das Kalenderjahr 2022 ohne Heimniederlage beendete. Beim SV Eintracht Trier bleibt die Lage dagegen angespannt.

Für den VfR Aalen ist der Klassenerhalt aufgrund eines Neun-Punkte-Abzugs eine Mammutaufgabe. Doch die Ostalbstädter gaben mit zwischenzeitlich drei Siegen in Folge eine sportliche Antwort, ehe es zuletzt bei der SG Barockstadt ein krachendes 0:5 setzte. Ein ähnliches Ergebnis deutete sich bei der TSG Balingen an, denn der neue Tabellenzweite führte zur Pause bereits mit 4:0. Zu leicht ließ sich die Aalener Abwehr abkochen. Beim 1:0 von Meiser gab Schmidt nur Begleitschutz (13.). Zwölf Minuten später tunnelte Almeida Morais VfR-Keeper Witte nach einem Konter. In der 32. Minute stand dann Curda nach einem einfachen Steilpass plötzlich alleine vor dem gegnerischen Tor, ehe Akkaya per Foulelfmeter das Aalener Debakel perfekt machte (42.). Im zweiten Durchgang fingen sich die Gäste zu ihrem Glück aber und entschieden zumindest Halbzeit zwei durch Treffer von Just (67.) und Arcalean (77.) für sich. An der misslichen Tabellensituation änderte dies freilich nichts.

Hinter Balingen auf Rang 3 reihten sich die Kickers Offenbach durch einen knappen sowie späten 1:0-Pflichterfolg über Schlusslicht Koblenz ein. Ein spielerischer Leckerbissen waren die 90 Minuten auf dem tiefen Geläuf im Stadion am Bieberer Berg keineswegs. Dem OFC fehlte es an Tempo und folglich auch an Torgefahr, was die Offenbacher Anhänger mit Pfiffen zur Pause quittierten. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Gesamtbild unverändert. Erst in den letzten zehn Minuten nahmen die Kickers mehr Fahrt auf. Bozic konnte zunächst eine Lemmer-Ablage nicht verwerten. Besser machte es kurz darauf Hermes, der frei vor dem Tor auftauchte und die Nerven behielt (81.). Anschließend vergab der OFC mehrmals den zweiten Treffer, Einfluss aufs Endergebnis hatte dies aber nicht mehr.

Aufstiegshoffnungen und Abstiegssorgen prallten auch bei der Partie zwischen dem FC 08 Homburg und dem SGV Freiberg aufeinander. Die klar favorisierten Saarländer behielten letztlich recht deutlich die Zähler zuhause. Bis zur Halbzeit konnte die Gehrmann-Elf die Partie noch offen halten. Eisele (11.) und Hummel (27.) brachten die Gastgeber zweimal in Führung. Jürgens glich zwischenzeitlich zum 1:1 aus (23.). Allerdings hätte der FCH das Pausenergebnis durchaus höher gestalten können. Unter anderem scheiterte Mendler an Heimann vom Punkt (37.). Nach dem Pausentee drängte die Heimelf auf die Entscheidung. Joker Gösweiner war nach 71. Minuten von der SGV-Abwehr nicht zu bremsen und traf im Fallen zur Vorentscheidung. Mendler durfte sich in der 77. Minute dann noch einmal aus elf Metern versuchen und verwandelte diesmal sicher. Für den Schlusspunkt sorgte Hoffmann, der gegen seinen Ex-Verein in der Nachspielzeit den 5:1-Endstand erzielte.

Ähnlich klar war auch der Spielstand zwischen dem VfB Stuttgart II und Wormatia Worms - 6:1. Ganaus brachte einen schnell vorgetragenen Angriff der Stuttgarter nach 18 Minuten zum 1:0 über die Linie. Fischer schlug zwar umgehend im zweiten Versuch nach einer Ecke zurück (24.), in der Defensive der Gäste gab es aber immer wieder riesige Lücken. Wie auch beim 2:1 durch Bazzoli drei Minute später, der frei abziehen durfte und abgefälscht ins Tor traf. Kurz vor dem Pausenpfiff stand schließlich Kapp nach einem Eckball blank und köpfte ungehindert zum 3:1 ein (40.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff zog Drakas Worms endgültig den Zahn (50.). Ganaus mit seinem zweiten Treffer aus kurzer Distanz (70.) und Laupheimer per Foulelfmeter (77.) machten das halbe Dutzend schließlich voll.

In den weiteren Partien setzte sich der FSV Frankfurt im hessischen Kräftemessen bei Hessen Kassel mit 3:1 durch. Der FSV Mainz II und die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz teilten sich beim 1:1 die Zähler.

Hoffenheim II gewinnt in Walldorf

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Dietmar Hopp spielte zum Auftakt des 20. Spieltages in der Regionalliga Südwest eine besondere Rolle. Schließlich trafen am Freitag ab 19 Uhr die beiden Mannschaften aufeinander, deren Spielstätten nach dem Gründer eines großen deutschen Softwarekonzerns benannt sind: Im Dietmar-Hopp-Sportpark empfing der FC-Astoria Walldorf die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, die ihre Heimspiele im Dietmar-Hopp-Stadion austrägt. Der FCA hatte dank zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen einen Neun-Punkte-Vorsprung auf Platz 14, der je nach Anzahl der Drittligaabsteiger den Sturz in die Oberliga bedeuten könnte. Die TSG-Talente ihrerseits mussten sich in den vergangenen neun Partien alleine Balingen geschlagen geben (0:2).

Ganz anders als im Hinspiel, wo sich beide Teams in einem spektakulären Duell mit 5:4 trennten, war diese Auftaktpartie des 20. Spieltages wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen. Am Ende des Tages trennte beide Mannschaften erneut nur ein Treffer, bei bedeutend weniger Spektakel endete die Partie diesmal mit 1:0 für die Hoffenheimer Jungprofis. In einem ereignisarmen Spiel wurde es nur selten ernsthaft gefährlich vor den Toren beider Mannschaften. Folgerichtig stand es auch lange 0:0. Erst in der 78. Minute brachen die Gäste den Bann und erzielten in Person von Andu Yobel Kelati den einzigen Treffer des Tages. 

luk/stw/dw

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