Bundesliga

Ujah rechnet nach Saisonende mit dem Abschied

Trimmel und Heintz wieder im Training

Ujah rechnet nach Saisonende mit dem Abschied

Stürmer bei Union - doch wohl nicht über den Sommer hinaus: Ex-Kölner oder auch Ex-Bremer Anthony Ujah.

Stürmer bei Union - doch wohl nicht über den Sommer hinaus: Ex-Kölner oder auch Ex-Bremer Anthony Ujah. IMAGO/Matthias Koch

Anthony Ujah scheint immer gute Laune zu haben. Auch im Gespräch nach dem Training am Montag strahlte der Angreifer des 1. FC Union direkt neben dem Übungsplatz im Prinzip genauso wie die Berliner Sonne.

"Jetzt bin ich dankbar, dass ich ein paar Mal im Kader war. Ich schaue, welche Möglichkeiten es gibt. Ich habe aber keine Sorge vor dem, was kommt", sagte Ujah. "Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, weiter Fußball zu spielen. Es gab Zeiten, in denen ich nicht wusste, ob es weitergeht. Nun genieße ich jeden Tag. Ich bin einfach glücklich."

Die gesamte Saison 2020/21 hatte Ujah wegen einer Knieverletzung verpasst. Nach einer zweiten Operation im Sommer 2021 gehörte er ab November 2021 wieder regelmäßig zum Kader. In diesem Jahr langte es gegen Borussia Dortmund (0:3) sowie in den beiden Auswärtsspielen beim VfL Wolfsburg (0:1) und Bayern München (0:4) auch zu den ersten drei Kurzeinsätzen. Es waren seine ersten Pflichtspiel-Minuten für Union seit Juni 2020.

Spielersteckbrief Anthony Ujah

Vor dem Heimspiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber 1. FC Köln am Freitag (20.30 Uhr) steht Ujah im Stürmer-Ranking auf jeden Fall weiter hinter Taiwo Awoniyi, Sheraldo Becker, Andreas Voglsammer und Sven Michel. Nur den zuletzt zum zweiten Mal an Corona erkrankten Kevin Behrens hat er möglicherweise zumindest eingeholt.

Der "alte Toni"

Von einem Startelfeinsatz gegen den "Effzeh", für den er zwischen 2012 und 2015 102 Pflichtspiele (36 Tore) bestritt, ist nicht auszugehen. Dafür ist die Konkurrenz zu groß. Es sieht eher nach weiteren Kurzeinsätzen aus.

Im Juni endet dann außerdem sein Drei-Jahres-Vertrag bei den Eisernen. Ujah rechnet nicht mit einem Nachschlag: "Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ich den Verein nach der Saison verlasse. Es gibt bis jetzt keine Gespräche."

Er fühlt sich aber noch gut genug, um einige Jahre weiterzuspielen. Auch die 2. Bundesliga oder ein ausländischer Klub seien eine Option. Er habe noch Lust auf Fußball. Mit etwas mehr Spielpraxis könne er wieder der "alte Toni" sein, so Ujah.

Personelles

Beim Training der Köpenicker am Montag fehlten im Übrigen noch die vier Nationalspieler Genki Haraguchi (Japan), Frederik Rönnow (Dänemark), Julian Ryerson (Norwegen) und Andras Schäfer (Ungarn).

Nach überstandener Corona-Erkrankung war Kapitän Christopher Trimmel dagegen wieder an Bord. Das galt auch für Verteidiger Dominique Heintz, den zuletzt eine Knöchelverletzung stoppte. Mittelfeldmann Keita Endo (Knieprobleme) wurde dagegen noch individuell von Fitnesstrainer Martin Krüger herangenommen.

Matthias Koch

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