eSport

UFL: Zwischensequenzen und absichtliche Fehler sollen "Leben einhauchen"

Individualität und Unterhaltung

UFL: Zwischensequenzen und absichtliche Fehler sollen "Leben einhauchen"

Erste Einblicke zu den Cutscenes in UFL.

Erste Einblicke zu den Cutscenes in UFL. Strikerz Inc.

Wegen "Qualitätsbedenken" wurde der Release von UFL auf 2023 verschoben. Zu 80 Prozent fertig sei das Spiel, erklärte CEO Eugene Nashilov in der Videoserie "UFL Journey". Aktuell gehe es in der Entwicklung um mehr Variabilität, Bug-Fixes, Hochglanz-Politur und Feinabstimmung.

Das gilt auch für die Zwischensequenzen. Wie die Arbeit dort vorangeht, dazu gaben die Entwickler von Strikerz Inc. einen Einblick in genannter Videoserie.

Mehr Auswahl und Feinabstimmung

Anatolyi Borodich, Cutscene-Director, erklärte, dass bereits seit 18 Monaten an den Einspielern gearbeitet wird. Ein "Grundgerüst" stehe, verbessert werden aktuell unter anderem die Grafik, der Winkel und die Führung der Kamera.

Außerdem wird das bereits bestehende Portfolio erweitert. Dadurch soll der Fußball-Simulation "Leben eingehaucht werden", ebenso sollen weitere Cutscenes für mehr Unterhaltung sorgen. Bei diesem Stichwort schleichen sich sofort die überspitzen FIFA-Jubelszenarien ins Gedächtnis. Gibt es sowas auch in UFL?

Es soll um Fußball gehen. Die Zuschauer wissen instinktiv, ob die Einspieler lebensecht gestaltet sind oder nicht.

Anatolyi Borodich

Geplant sei das nicht: "Es soll um Fußball gehen. Die Zuschauer wissen instinktiv, ob die Einspieler lebensecht gestaltet sind oder nicht." Man versuche, "die Spiele nachzustellen, die im Fernsehen zu sehen sind." 

Eine Zahl, wie viele Einspieler es gibt, habe er nicht, aber "es wurden viele Drehbücher geschrieben, die zum Spielgeschehen passen". Konkret heißt das: Für Auswechslungen zum Beispiel gibt es keine zufälligen Filme des Spielertauschs - stattdessen sind diese speziell aufbereitet.

Hat ein Spieler das Match durch seine Treffer entschieden und wird kurz vor Schluss vom Feld genommen, verlässt er dieses nicht schnell und ohne Reaktion. Standing-Ovations, das die Akteure genießen und entsprechend langsam zur Auswechselbank schreiten, das Lachen, die Gratulation des Trainers und des neuen Spielers - all das soll nachgestellt werden.

Rot oder Gelb? Nicht mehr zu erahnen

Einen Einblick gab Borodich auch in Schiedsrichter-Entscheidungen und teilte abermals einen kleinen Seitenhieb in Richtung Konkurrenz aus. Wo man dort "bereits am Anfang der Zwischensequenz erahnen kann, ob es eine rote oder gelbe Karte gibt", sei das bei UFL "unvorhersehbar". 

Spezifische Einspieler für Verwarnungen oder Platzverweise gäbe es demnach nicht. Der Beginn kann gleich sein: Es startet eine Diskussion, der Schiedsrichter zückt entweder gelb oder rot. Anschließend reagieren die Spieler darauf.

Auch Fehler sind Teil des Realismus

Der Anspruch, Fußball realistisch abzubilden, wird deutlich. Dazu gehört auch, dass Fernsehübertragungen nicht immer frei von Fehlern sind. Darauf vom Moderator angesprochen, entgegnete Borodich, er habe mit dieser Einschätzung "ins Schwarze getroffen" - auch das wolle man einfließen lassen. 

Es gehe darum, "Leben in die generierte Welt" zu bringen. Absichtliche Fehler werden jedoch nur bei "Nuancen" eingebaut. Exemplarisch nannte er einen mangelhaften Kamerafokus mit Verzerrungen.

Warum das Spiel verschoben wurde, lässt sich anhand der Ausführungen erkennen. Strikerz Inc. will die Versäumnisse der Konkurrenz nicht wiederholen - durch absichtliche Fehler und speziellen Zwischensequenzen hätten sie jedenfalls ein Alleinstellungsmerkmal.

Sven Grunwald

UFL Ukraine

UFL-Trailer: Fortschritte mit einer Portion Selbstironie

alle Videos in der Übersicht