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UFL: Cristiano Ronaldo wird 5. Botschafter

Gameplay-Enthüllung & CR7-Rache an EA

UFL: Cristiano Ronaldo wird 5. Botschafter

Die minimale Gameplay-Vorstellung konnte nicht vollends überzeugen, enthüllte aber den nächsten Coup für das Marketing.

Die minimale Gameplay-Vorstellung konnte nicht vollends überzeugen, enthüllte aber den nächsten Coup für das Marketing. Strikerz Inc.

Gestern Abend war es soweit: Strikerz Inc. ließ den Vorhangen fallen. Angekündigt als Gameplay-Trailer entpuppte sich das Event aber als Vorstellung eines neuen Markenbotschafters. Und das ist kein geringerer als Cristiano Ronaldo.

Das ist vor allem ein Fingerzeig zur Konkurrenz, denn der Spieler von Manchester United hatte noch ein Hühnchen mit FIFA-Entwickler EA zu rupfen. "Um eine größere Bandbreite des Fußballs zu zeigen" - mit dieser Begründung des Unternehmens gegenüber kicker eSport musste der Portugiese auf dem Cover weichen. Nach gerade einmal zwölf Monaten.

Nun schloss sich CR7 dem vermeintlich stärksten FIFA-Konkurrenten an. Was das für die EA-Fußballsimulation heißt, wird sich erst noch zeigen. Was UFL betrifft, so fand der neue UFL-Botschafter bei seiner Vorstellung schon klare Worte:

"Ich freue mich, meine Partnerschaft mit UFL bekannt zu geben. Es ist wirklich ein revolutionäres Projekt im Fußball-Videospiel-Genre. UFL will ein wettbewerbsfähiges und faires Spielerlebnis für jeden Gamer bieten."

Diese Spieler kooperieren mit UFL

Wie dieses Spielerlebnis aussehen wird, zeigte ein kurzer Einspieler. Aber konnte der einen ebenso bleibenden Eindruck wie die CR7-Geschichte hinterlassen?

Mix aus FIFA und PES/eFootball?

UFL wird einen Standard-Modus à la Anstoss aus FIFA bieten, worin Spieler im 1vs1, 2vs2 oder 3vs3 gegeneinander antreten können - Off- und Online. Obendrein soll es im Spiel "besondere Ereignisse, Missionen, Herausforderungen und mehr" geben.

Soweit, so unspektakulär. Ein wenig interessanter klingt hingegen der sogenannte "Flagship Mode", das Herzensstück von UFL. In dieser Online-Liga können Spieler ihren eigenen Klub aufbauen, indem sie Spieler und Manager verpflichten und kontinuierlich in den verschiedenen Divisionen aufsteigen.

Never change a winning team - in UFL möglich?

Zwar ähnelt das in der Beschreibung auch an Konkurrenz-Produkte wie MyClub von PES/eFootball oder Ultimate Team aus FIFA. Ein interessanter Kniff ist allerdings: UFL wird keine jährlichen "Resets" haben. Am Ende einer Saison werde der beste UFL-Spieler zum Meister gekürt und behält diese Trophäe. Danach gehe es in die nächste Spielzeit.

Diese Idee klingt tatsächlich vielversprechend. Statt den Spieler zu zwingen, jedes Jahr eine neue Mannschaft aufzubauen, werden Hobby-Manager in UFL, theoretisch, über Jahre hinweg mit dem gleichen Klub antreten können.

Komplett schlüssig wurde die Struktur jedoch noch nicht, vor allem was die Vereine angeht. Gibt es im Spiel nur die bisher angekündigten Kooperationspartner wie Borussia Mönchengladbach, Sporting Lissabon oder die Glasgower Traditionsklubs? Wird es auch andere Vereine geben - jedoch unlizenziert? Diese Fragen bleiben noch ungeklärt.

Minimaler Einblick in das eigentliche Gameplay

Zwar sind bei der Gestaltung der Modi ein paar nette Ideen dabei und die Konkurrenz zeigt, dass unterschiedliche Spielmöglichkeiten Spaß machen und funktionieren können. Aber wie sieht es mit der Action auf dem Rasen aus? Am Ende der Präsentation wurde ein kurzer Gameplay-Trailer gezeigt, der jedoch keinen bleibenden Eindruck liefern konnte.

Der Einblick besteht vor allem aus inszenierten Zwischensequenzen und schnell geschnittenen Szenen. Echtes Gameplay gab es wenig zu sehen. Schlecht sieht das Spiel aber auf den ersten Blick nicht aus, auch, wenn man mit keinem Grafik-Hammer rechnen sollte.

Fair- und Free-to-Play - Release-Datum noch unklar

Einige Animationen, vor allem bei Abschlüssen, sehen noch holprig aus. Ansonsten war die Gameplay-Enthüllung keine Enttäuschung, wenn auch sonst kein allzu starker Eindruck übrig blieb. Wie gut und unterhaltsam das Gameplay wirklich ist, entscheidet sich sowieso erst mit dem Controller in der Hand. Für ein kostenloses Produkt wirkt UFL aber bis hier hin recht ordentlich.

So wird jeder das Spiel ohne Aufpreis für sich ausprobieren können, und "Fair-to-Play" steht im Mittelpunkt der Kampagne. Außerdem sollen "regelmäßig neue Feature und Updates, ohne obligatorische Zahlungen oder Jahresgebühren" eingeführt werden. Wie genau Mikrotransaktionen oder Finanzierung im Allgemeinen aussehen werden, wurde aber vollkommen verschwiegen.

Ein genaues Veröffentlichungsdatum gibt es weiterhin nicht. UFL soll aber noch in diesem Jahr für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X and S erscheinen.

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Faris Delalic/Nicole Lange/Sven Grunwald

Gameplay 01

UFL - Ein erster Blick auf den neuen FIFA-Konkurrenten

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