Champions League

UEFA verbietet Spiele in Transnistrien

Sheriff Tiraspol muss in ein anderes Stadion ausweichen

UEFA verbietet Spiele in Transnistrien

Vorerst keine Heimspiele mehr in Tiraspol: Fans des FC Sheriff.

Vorerst keine Heimspiele mehr in Tiraspol: Fans des FC Sheriff. imago images/NurPhoto

"Die Entscheidung stützt sich auf Erwägungen und Schlussfolgerungen von auf internationale politische und strategische Analysen spezialisierten Organisationen, deren Berichte von der UEFA-Administration im Rahmen der Bewertung der aktuellen Situation in der Region Transnistrien konsultiert wurden", hieß es in einer Verbandsmitteilung zur Entscheidung, dass in der moldauischen Region Transnistrien bis auf Weiteres keine Wettbewerbsspiele der Europäischen Fußball-Union ausgetragen werden.

Der Beschluss sei im Einklang mit früheren Beschlüssen vor dem Hintergrund des Einmarschs der russischen Armee in die Ukraine. Bei Transnistrien handelt es sich um eine Region, die völkerrechtlich zwar als Teilgebiet der Republik Moldau betrachtet wird, sich allerdings von dem Staat eigenmächtig losgesagt hat - und dabei von Russland unterstützt wurde.

Betroffen vom Spielverbot ist Moldaus Meister Sheriff Tiraspol, der in der Champions-League-Qualifikation startet. Die Mannschaft, die in der abgelaufenen CL-Saison mit einem 2:1-Sieg bei Real Madrid für Furore gesorgt hatte, wurde aufgefordert, für ihre Heimspiele im europäischen Wettbewerb "eine alternative, allen Anforderungen der einschlägigen UEFA-Reglemente entsprechende Spielstätte außerhalb der Region Transnistrien vorzuschlagen".

drm