Bundesliga

Überraschung! Werder Bremen holt Claudio Pizarro zurück

Zum vierten Mal an der Weser

Überraschung! Werder Bremen holt Pizarro zurück

Claudio Pizarro

Kehrt zum dritten Mal zu Werder Bremen zurück: Claudio Pizarro. picture alliance

"Wir standen in den letzten Wochen mit Claudio in Kontakt und sowohl er als auch wir drückten den Wunsch aus, dass er seine aktive Karriere hier in Bremen, hier im Weser-Stadion beendet", so Manager Frank Baumann am Sonntag. "Wir haben diese Gedanken intensiv durchgespielt, wir haben den Rahmen vorgegeben und dann beschlossen, einmal mehr mit Claudio in eine Saison zu starten."

Pizarro, der nach einer Saison beim 1. FC Köln (16 Einsätze, ein Tor, ein Assist) seit dem 1. Juli vereinslos war, erhält einen leistungsbezogenen Vertrag bei Werder, das ihn bereits zum vierten Mal nach 1999, 2008 und 2015 verpflichtete. 206 seiner 446 Bundesligaspiele und 104 seiner 192 Bundesligatore erzielte er im Bremer Trikot - er hält damit den Vereinsrekord.

Spielersteckbrief Pizarro
Pizarro

Pizarro Claudio

"Ich hätte gerne noch weiter für Werder gespielt", hatte der Peruaner im vorigen Sommer zugegeben, als sein Vertrag nicht verlängert worden war , und zwar "aufgrund der großen Konkurrenzsituation im Angriff und der jungen Talente, deren Entwicklung wir nicht blockieren möchten", wie Baumann damals erklärte.

Jetzt sagt der Manager: "Wir sind der Meinung, dass wir den Spagat schaffen, Claudios Fähigkeiten und Persönlichkeit zu nutzen, ohne dass wir unsere jungen Spieler in ihrer Entwicklung blockieren. Claudio weiß, dass er auch hier ist, um unsere jungen Spieler zu pushen und mitzuhelfen, sie auf das nächste Level zu heben."

"Ich will nicht verschweigen, dass ich auch zurückkomme, um Tore zu schießen"

Nur "Entwicklungshelfer" will Pizarro allerdings nicht sein. "Ich freue mich auf die Aufgabe, meine Erfahrung weiterzugeben, aber ich will nicht verschweigen, dass ich auch zurückkomme, um Tore zu schießen", so der beste ausländische Torjäger der Geschichte. "Ich fühle mich hier wie zuhause."

Für Trainer Florian Kohfeldt ergibt die Rückholaktion "sportlich durchaus Sinn. Claudio weiß, dass er nicht zwangsläufig ein Startelf-Kandidat sein wird. Aber er wird einen Effekt in der Kabine haben und mit seiner extrem positiven Energie, seiner Überzeugung und seinem Erfolgshunger dieser Mannschaft gut tun. Wenn er fit ist und gesund bleibt, bin ich ganz sicher, dass er uns in den entscheidenden Momenten auch sportlich weiterhelfen kann. Seine Fähigkeiten sind unbenommen. Und er ergänzt vom Typ her unsere Alternativen im Sturmzentrum. Claudio ist eine Legende, und er wird seine Momente in dieser Saison bekommen."

Ein großer Moment wird schon mal der 3. Oktober sein: Dann wird Pizarro 40 Jahre alt.

jpe

Liebling Pizarro hört auf: Seine Karriere, seine Rekorde