Bundesliga

Schalke-Trainer Gross überrascht: "Für mich gibt es kein Aufgeben"

Schalke-Trainer schließt Rücktritt aus

Überraschter Gross wehrt sich: "Für mich gibt es kein Aufgeben"

Schalkes vierter Trainer in dieser Saison: Christian Gross. Wird es einen fünften geben?

Schalkes vierter Trainer in dieser Saison: Christian Gross. Wird es einen fünften geben? Getty Images

Die Kommunikation läuft auf Schalke dieser Tage wohl etwas anders ab als anderorts. Nur so wäre auch Christian Gross' Erklärung bei "Sky" nachzuvollziehen, dass Amine Harit dem eingewechselten Nabil Bentaleb vor dem Elfmeter "nach Absprache den Ball überließ" - in Wahrheit hatte sich Letzterer die Kugel geschnappt und nicht mehr hergegeben. Und übrigens nicht im Tor untergebracht.

Horrende Standard-Verteidigung

Beim Stand von 3:1 für Stuttgart war der verschossene Elfmeter ein absoluter Schlüsselmoment der in dieser Höhe nicht unbedingt dem Spielverlauf entsprechenden 1:5-Pleite. Doch S04 machte, was Gross schon vor dem Spiel bemängelt hatte, "zu viele individuelle Fehler" - eine ganze Stange davon bei den ersten drei Gegentoren, die allesamt nach horrend schlecht verteidigten Standardsituationen fielen.

"Ich habe eine gemischte Raum- und Manndeckung gewählt", erzählte Gross, doch "es hat nicht funktioniert". So gar nicht. "Gerade bei ruhenden Bällen geht es darum, dass man Verantwortung übernimmt", bemängelte der 66-Jährige. "Das war nicht der Fall."

Die angebliche Spieler-Revolte kam "überraschend"

Seinen Fall, den des bereits vierten Schalke-Trainers in dieser Saison, hätten mehrere Führungsspieler des Tabellenletzten noch am Freitag begrüßt - eine Nachricht, die für Gross "ein bisschen überraschend" kam. "Nein, nein", wehrte er sich allerdings gegen die Nachfrage, ob er nach diesem Vertrauensbruch nun hinwerfen werde. "Ich bin diese Mission angetreten. Für mich gibt es kein Aufgeben."

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