2. Bundesliga

Überraschen Kerk und Osnabrück auch Nürnberg?

VfL-Topscorer trifft auf seinen alten Verein

Überraschen Kerk und Osnabrück auch Nürnberg?

Auf der Erfolgswelle: Sebastian Kerk (#37) und Osnabrück.

Auf der Erfolgswelle: Sebastian Kerk (#37) und Osnabrück. imago images

Denn nur ein Sieg gelang dem VfL gegen den Club in den bisher acht Vergleichen (1/1/6) in der 2. Liga. Die beiden letzten Spiele in der vergangenen Saison - der FCN gewann jeweils 1:0 - erlebte Sebastian Kerk vornehmlich auf der Nürnberger Ersatzbank. Ein Zustand, der für den Offensivspieler in seinem letzten Vertragsjahr bei den Franken ungeliebte Normalität war, denn nur fünfmal durfte er bei insgesamt 20 Einsätzen von Beginn an ran.

Kerk blüht in Osnabrück neu auf

Die Wege trennten sich nach einer verkorksten Saison, in der der 26-Jährige nicht zu seinem Leistungsniveau gefunden hatte (kicker-Note 4,70). Der VfL griff zu, verpflichtete den Standardspezialisten mit dem starken linken Fuß - und brauchte seine Entscheidung bisher nicht bereuen: Kerk ist mit drei Toren (alle beim jüngsten 4:2 in Regensburg) und fünf Assists (kicker-Note 2,64) nicht nur einer der Topscorer der Liga, sondern gleichzeitig auch ein Sinnbild des Osnabrücker Aufschwungs. "Ich fühle mich wohl, spüre Vertrauen und bin froh und glücklich, wieder spielen zu dürfen", sagt Kerk über seinen Neuanfang.

Hier sind bodenständige, ehrliche Typen bereit, für den anderen durchs Feuer zu gehen.

Sebastian Kerk

Das Duell gegen den Club ist für Kerk nach insgesamt viereinhalb Jahren in Nürnberg natürlich kein Spiel wie jedes andere. Dass er mit dem VfL, bei dem "bodenständige, ehrliche Typen bereit sind, für den anderen durchs Feuer gehen", den zweiten Platz verteidigen möchte, versteht sich von selbst.

Neben den menschlichen Qualitäten sei er ebenso angenehm "überrascht" gewesen über "so viel fußballerische Qualität", urteilt Kerk über sein neues Team. Überraschen wollen die ungeschlagenen Schützlinge von Coach Marco Grote (3/4/0) nun auch den auf Platz 16 dümpelnden 1. FC Nürnberg - auch wenn das bisher allzu selten gelang.

jch/hp

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