3. Liga

Hansa Rostock feiert Aufstieg vor Fans: "Überragend", "Unglaublich"

Hansa nach neun Jahren zurück in der 2. Liga

"Überragend", "Unglaublich": Rostock feiert Aufstieg vor Fans

Hansa Rostock durfte vor Fans den Aufstieg feiern.

Hansa Rostock durfte vor Fans den Aufstieg feiern. Getty Images

Rostocks Verteidiger Lukas Scherff zeigte nur nach oben. Dort, wo die lautstark jubelnden Fans der Kogge auf der Tribüne zu sehen waren. Für die riesige Unterstützung hatte er eigentlich nur eines: "Keine Worte."

Scherff und Co. bedanken sich bei den Anhängern: "Ein richtig geiles Gefühl"

Am Mikrofon von "MagentaSport" hatte er nach dem 1:1 gegen Lübeck und dem damit verbundenen Aufstieg in das deutsche Unterhaus dann aber doch noch ein paar Sätze für die Fans übrig: "Es ist ein richtig geiles Gefühl. Das erste Mal wieder vor richtig vielen Fans; 7500 - unglaublich einfach. Mit den Verrückten hier zu feiern, ist unglaublich", äußerte er sich sichtlich begeistert.

In der Begegnung war, das war auch Angreifer John Verhoek anzumerken, die Unterstützung der Anhänger immens wichtig. Denn im "Scheißspiel" trieben sie die Kogge trotz einer mäßigen Leistung unermüdlich nach vorne. "Vor allem für die Fans" sei der Aufstieg aufgrund der Situation letztlich "überragend", fügte der Niederländer an. Trainer Jens Härtel glaubte gar: "Am Ende haben die uns so weit gepusht, dass wir dieses Spiel auch nicht mehr verloren haben."

Teamleistung entscheidend

Verhoek selbst hatte bereits kurz vor Abpfiff geweint, weil "alles raus" gekommen sei. Nach dem überaus turbulenten Jahr habe Rostock es aber "am Ende verdient, aufzusteigen", so der beste Torschütze der Kogge (zwölf Treffer), der den Elfmeter zum 1:1 von Bentley Bexter Bahn herausgeholt hatte. Der beste Scorer (zuzüglich zu den Toren noch sechs Assists) der Mannschaft wollte sich selbst aber nicht hervorheben. Teamkollege Scherff wiederholte ebenfalls immer wieder: Nur "als Team" sei der Aufstieg geschafft worden. "Jeder gehört dazu, jeder."

Einer, der maßgeblich Anteil am Aufstieg hatte, ist Trainer Jens Härtel. Der Coach, der bereits 2018 mit dem 1. FC Magdeburg aufgestiegen war, hat laut eigener Aussage schon lange nicht mehr so ein breites Grinsen im Gesicht gehabt, wie nach Spielschluss. Und auch er meinte: "Wenn man sieht wie die Stimmung ist... Wir hätten es uns nicht besser ausmalen können. Gerne hätten wir gewonnen, aber scheiß drauf." Das schwere Spiel müsse so schnell auch nicht analysiert werden. "Heute reden wir nicht über morgen, sondern heute genießen und feiern wir", so Härtel.

Wenn man sieht wie die Stimmung ist... Wir hätten es uns nicht besser ausmalen können. Gerne hätten wir gewonnen, aber scheiß drauf.

Rostocks Trainer Jens Härtel

Der Coach schloss ab: "Wir sind am Ende Zweiter und durchs Ziel gegangen. Da muss man der Mannschaft Riesenrespekt zollen." Denn es sei "ein enges Rennen" unter permanentem Druck gewesen. Doch "wenn man dann mit so einem Verein am Ende des Tages aufsteigt, ist das überragend."

mje