Bundesliga

Uduokhai: Sechzig, Sammer, Starpotenzial

Wolfsburgs Neuzugang aus München wird "prominent" beraten

Uduokhai: Sechzig, Sammer, Starpotenzial

Sucht in Wolfsburg seine Chance: Innenverteidiger Felix Uduokhai.

Sucht in Wolfsburg seine Chance: Innenverteidiger Felix Uduokhai. imago

Am Ende war es wohl beinahe die halbe Bundesliga, die diesen Spieler auf dem Zettel hatte. Verbrieft ist das Bemühen des HSV, Augsburg versuchte es, der 1. FC Köln war weit in den Verhandlungen mit Felix Uduokhai, der sich schließlich für einen Wechsel von 1860 München zum VfL Wolfsburg entschied. Warum? "Das Gesamtpaket passt", sagt der junge Innenverteidiger routiniert.

Geholfen hat dem Teenager bei seinem ersten großen Karriereschritt ein gewisser Marvin Sammer. Kumpel, Berater und 22-jähriger Sohn von Matthias Sammer, der Uduokhai ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite steht. "Ich rede ab und zu mit ihm", verrät der VfL-Neuzugang, "die großen Sachen bespreche ich aber mit Marvin."

Standortbestimmung nach der Vorbereitung

So auch den Wechsel nach Wolfsburg. Dort komplettiert der Ein-Millionen-Euro-Einkauf die Innenverteidigung, geht angesichts der Konkurrenz als Nummer vier in die Vorbereitung. "Ich weiß, dass hier drei gestandene Innenverteidiger im Kader stehen", sagt Uduokhai mit Blick auf 20-Millionen-Euro Einkauf John Anthony Brooks, den niederländischen Nationalspieler Jeffrey Bruma und VfL-Eigengewächs Robin Knoche. "Ich werde versuchen, mich zu zeigen, zu etablieren. Man wird sehen, wie meine Chancen nach der Vorbereitung stehen."

Hoffnung macht dem U-20-Nationalspieler Deutschlands, der in der abgelaufenen Saison 21-Zweitligaspiele für Absteiger 1860 bestritt, kein Geringerer als Andries Jonker. Der Trainer sagt: "Felix ist ein Junge, mit dem man arbeiten kann, da könnte was drinstecken." Und: "Gehalt, Ablöse, Nationalspieler - das ist mir alles egal. Es geht mir nur darum, wer auf seiner Position der Beste ist."

Gehalt, Ablöse, Nationalspieler - das ist mir alles egal. Es geht mir nur darum, wer auf seiner Position der Beste ist.

Andries Jonker

Zehn Jahre ist es übrigens her, da wechselte ein gewisser Marcel Schäfer von Sechzig zum VfL und wurde zur Vereinsikone. "Das habe ich schon gehört", sagt Uduokhai, "dass er auch als Mensch hier ganz besonders geschätzt wird. Ihn sehe ich schon als mein Vorbild."

Nun will der junge Verteidiger mit Starpotenzial seine eigene Geschichte in Wolfsburg schreiben. Über seinen Ex-Klub, für den er neun Jahre lang spielte, verliert er bei allem Chaos der vergangenen Jahre kein schlechtes Wort. "Ich bin dankbar für die vielen Jahre bei 1860."

Thomas Hiete

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