Bundesliga

TV-Erlöse? "Weitermachen wie bisher darf keine Option sein!"

Bündnis "Unsere Kurve" bezieht klar Stellung

TV-Erlöse? "Weitermachen wie bisher darf keine Option sein!"

Wie geht es weiter mit der Verteilung der TV-Gelder? Das Bündnis "Unsere Kurve" hofft auf "mehr Gerechtigkeit".

Wie geht es weiter mit der Verteilung der TV-Gelder? Das Bündnis "Unsere Kurve" hofft auf "mehr Gerechtigkeit". imago images

Aus der öffentlichen Diskussion zur Bedeutung des Fußballs und dessen Stellung in der Gesellschaft sind unter anderem die DFL-Taskforce "Zukunft Profifußball", der neben Helen Breit (Vorsitzende des Fanbündnisses "Unsere Kurve") weitere Fanvertreter angehören, und die DFB-Taskforce zur "Wirtschaftlichen Stabilität 3. Liga" entstanden.

Nun steht mit der Verteilung der TV-Gelder eine richtungsweisende Entscheidung an. Als Reaktion auf den Appell, die TV-Erlöse müssten gerechter verteilt werden, habe der FC Bayern "ein öffentliches Schaulaufen inszeniert", wie "Unsere Kurve" schreibt. Diesem Aufruf seien 15 andere Klubs "weitestgehend unkritisch" gefolgt.

"Es ist alle Jahre wieder das gleiche: Die Solidarität im Profifußball hört auf, sobald es ums Geld geht", schreibt "Unsere Kurve" in einem Statement: "Wenn es um den eigenen Machterhalt geht, interessieren die Worte von gestern nicht mehr: Klar, es kann zu Reformen kommen, aber bitte nur dann, wenn ich als direkter Gewinner vom Platz gehe."

Mit "großer Irritation" verfolge das Bündnis den Machtkampf um die TV-Gelder. Kernfragen dabei: "Wo sind sie hin, die Worte der Demut, Selbstkritik und Veränderung? Was muss denn noch passieren, damit endlich ein Umdenken stattfindet?"

"Nicht von Machtdemonstrationen leiten lassen"

Mit seinem Statement wollte "Unsere Kurve" klarstellen: "Weitermachen wie bisher darf keine Option sein!" Zentral sei die "Verringerung der Auszahlungs-Unterschiede mit Hilfe eines hohen Sockelbeitrags und eine positive Würdigung von Leistungskriterien, wie etwa Nachhaltigkeit und Jugendförderung. Den Vorschlägen von 'Zukunft Profifußball' zur Verteilung der Medienerlöse schließen wir uns vollumfänglich an."

Man appelliere nun an die Vereine, "sich nicht von Machtdemonstrationen leiten zu lassen, sondern mutig und mit klarem Blick die Zukunft des Profifußballs zu gestalten".

msc/pak