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Tut Hurts Brady weh? 13 Aspekte zum Start der Play-offs

NFL, Wild Card Round: Eagles wollen überraschen und enge Kisten

Tut Hurts Brady weh? 13 Aspekte zum Start der Play-offs

Die Philadelphia Eagles nehmen es zusammen mit Jalen Hurts mit Tom Brady und den Buccaneers auf.

Die Philadelphia Eagles nehmen es zusammen mit Jalen Hurts mit Tom Brady und den Buccaneers auf. imago images/ZUMA Wire

Cincinnati Bengals vs. Las Vegas Raiders

Die beiden Teams kennen sich bereits aus der Regular Season, als es in Week 11 ein klares 32:13 für die Bengals gab - und dabei allen voran deren Quarterback Joe Burrow, deren Top-Receiver Ja'Marr Chase und Running Back Joe Mixon nicht aufzuhalten waren.

Das müssen die Raiders, die zum Ende der Saison hin vier Partien in Folge gewonnen haben und so gerade noch in die Play-offs gekommen sind, dieses Mal besser machen - und zudem selbst schauen, dass neben Spielmacher Derek Carr ganz besonders auch Josh Jacobs gegen die fünftbeste Laufverteidigung der gesamten NFL ins Rollen kommt.

Buffalo Bills vs. New England Patriots

Irgendwie passt das ins Bild: Nach dem Abgang von Tom Brady haben die Patriots Zeit für ihre neue Zukunft gebraucht - und haben schließlich mit Rookie-Quarterback Mac Jones ganz offensichtlich an der richtigen Stellschraube gedreht, denn der Neuling hat die Offensive des Teams wiederbelebt, zuverlässiger und weniger fehlerbehafteter gemacht als etwa noch unter Vorgänger Cam Newton.

Nun steht dem von Bill Belichick trainierten Team aber die große Probe bevor: Denn bei den defensivstarken Bills, mit denen sich New England bis zu Week 18 um die Krone der AFC East gestritten hat, muss im Grunde alles für ein Erfolgserlebnis klappen - zumal Buffalos Spielmacher Josh Allen auch mit eigener Laufstärke bei schier allen Witterungsbedingungen zu Höchstleistungen in der Lage ist.

Tampa Bay Buccaneers vs. Philadephia Eagles

Auf dem Papier scheint hier alles klar auf einen souveränen Sieg der hochfavorisierten Buccaneers hinzudeuten, obwohl dem Team etwa der verletzte Receiver Chris Godwin und sportlich auch der Verlust des halbnackt vom Feld marschierten Antonio Brown schmerzt.

Doch die Eagles sind auf eine Überraschung aus - dazu braucht es "nur" eine hellwach agierende Secondary bei weiten Pässen von Tom Brady, ein schnell agierendes Linebacker-Level und allen voran eine gut punktende Offense um den laufstarken Quarterback Jalen Hurts, um gegen die höchstwahrscheinlich mit so einigen Zählern aufs Scoreboard wandernden Bucs wirklich bestehen zu können.

Dallas Cowboys vs. San Francisco 49ers

Zum ersten Mal in den Play-offs seit 2018 wieder dabei, bekommen es die Cowboys direkt mit den gefährlichen 49ers zu tun - und müssen dabei besonders gegen das starke Laufspiel der Kalifornier um einen nur schwer zu verteidigenden Running Back, Receiver und einfach Alleskönner Deebo Samuel oder auch um Star-Tight-End George Kittle gewappnet sein.

Wie ein Erfolg für die Texaner gelingen kann, liegt auf der Hand: Quarterback Dak Prescott soll nach seiner Ende 2020 erlittenen schweren Sprunggelenksverletzung und seiner tollen Genesung am besten mit seinem Touchdown-Fest weitermachen - denn San Francisco, das immer auch für Turnover gut ist, steht im Schnitt nur für 25,1 Punkte pro Spiel (Dallas kommt als bestes Team auf 31,2).

Kansas City Chiefs vs. Pittsburgh Steelers

Wie bei den Buccaneers ist auch hier der Gastgeber hochfavorisiert, zumal sich Kansas City nach schwachem Saisonstart mehr als nur gefangen hat: Star-Quarterback Patrick Mahomes wirkt mit seiner Offense seit Monaten nur noch schwer aufzuhalten - 28,2 erzielte Punkte von Tyreek Hill und Co. pro Spiel sprechen hierfür eine deutliche Sprache.

Was also tun aus Sicht des am verrückten Sonntag gerade noch in die Endrunde gerutschten Underdogs, zumal dieser mit einem sichtlich alternden und nach dieser Saison aller Voraussicht nach aufhörenden Ben Roethlisberger daherkommt? Ganz klar: Die Defense der Steelers um "Sack"-Maschine T.J. Watt muss den Angriff aus K.C. in den Griff kriegen - und die eigene Offense muss besonders über das Laufspiel und den starken Rookie Najee Harris gegen eine zuletzt verbesserte, aber durchaus mit Schwachstellen versehene Chiefs-Abwehr in Schwung kommen.

Los Angeles Rams vs. Arizona Cardinals

Vorherzusagen ist hier nur schwer etwas, denn beide Teams kommen aus der NFC West und haben sich in den beiden Duellen in der Regular Season rein gar nichts geschenkt (erst 37:20 für die Cardinals, dann 30:23 für die Rams).

Mögliche Schlüssel aber könnten sein: Los Angeles' Quarterback Matthew Stafford hat bei all seinem Können immer wieder Fehler gemacht (mit 17 Interceptions die meisten mit Jaguars-Rookie Trevor Lawrence), Rams-Receiver Cooper Kupp ist kaum zu stoppen, Cardinals-Trainer Kliff Kingsburg muss gegen seinen Gegenüber Sean McVay wohl oft ins Risiko gehen - und Arizona (vier der jüngsten fünf Spiele verloren) wird davon abhängig sein, einen fitten Quarterback Kyler Murray zu haben und sich auch auf den zuletzt angeschlagenen Dauerläufer James Conner neben Tight End Zach Ertz verlassen zu können, da Star-Receiver DeAndré Hopkins seit längerem verletzt).

Randaspekt: Die beiden besten Teams, die Green Bay Packers aus der NFC und die Tenneesee Titans aus der AFC, steigen erst in der nächsten Wochen mit Heimspielen in die Play-offs (Divisonals) ein.

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