DFB-Pokal

Türkgücü-Präsident wirft Schweinfurt Wortbruch vor

Drittligist will im Fall der Fälle auf Schadensersatz klagen

Türkgücü-Präsident Kivran wirft Schweinfurt Wortbruch vor

Hasan Kivran

Hasan Kivran schiebt Schweinfurt 05 die Schuld für die Eskalation rund um das Startrecht im DFB-Pokal zu. imago images

Konkret bezog sich Kivran auf Schweinfurts Kritik am Lizenzierungsverfahren des DFB für die 3. Liga. Der Klub habe gegen den Aufstieg Türkgücüs vorgehen wollen und damit den getroffenen Kompromiss zwischen dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und den beiden Klubs gebrochen. "Für uns gab es fortan keine Veranlassung mehr, sich an überholte Absprachen zu halten", sagt Kivran in einem Interview mit der "Welt". Diese Absprache hatte vorgesehen, dass Türkgücü in die 3. Liga aufsteigen und Schweinfurt am DFB-Pokal teilnehmen darf.

Der 1. FC Schweinfurt 05 wollte auf die Vorwürfe zunächst nicht reagieren. Zuletzt hatten die Verantwortlichen aber "schockiert" auf die Klage Türkgücüs, die daraus resultierende einstweilige Verfügung des Landgerichts Münchens und die folgende kurzfristige Absage des Pokalspiels gegen Schalke reagiert. Der BFV will derweil Widerspruch gegen die Entscheidung des Landgerichts einlegen und unter Verweis auf die Verbandshoheit an seinem ursprünglichen Plan festhalten. Ob ein Gericht dieser Ansicht folgt, ist offen.

Sollte der BFV Recht bekommen, will Türkgücü auf Schadensersatz klagen

Kivran kündigte allerdings schon an, im Falle einer juristischen Niederlage "auf jeden Fall" auf Schadensersatz klagen zu wollen, "weil wir die Absprachen eingehalten haben, solange sie Schweinfurt eingehalten hat".

pau/dpa