Bundesliga

Tuchel: "Überglücklich, BVB-Trainer zu sein"

Neuer Coach stellt keine personellen Forderungen

Tuchel: "Überglücklich, BVB-Trainer zu sein"

Gut gelaunt gab Thomas Tuchel bei seiner Vorstellung erste Einblicke bezüglich seiner  Ziele mit dem BVB.

Gut gelaunt gab Thomas Tuchel bei seiner Vorstellung erste Einblicke bezüglich seiner Ziele mit dem BVB. Getty Images

Blitzlichtgewitter ohne Ende, als Tuchel auf dem Podium Platz nahm - ein kleiner Vorgeschmack auf das große Medieninteresse, das den Coach wohl auch in Zukunft begleiten wird. Watzke stellte zu Beginn klar, dass zu Personalplanungen keinerlei Auskünfte erteilt würden, ehe Zorc übernahm. Der Sportdirektor bezeichnete Tuchels Verpflichtung als "logische Entscheidung", lobte dessen Arbeit in Mainz, sein hohes taktisches Verständnis und ist überzeugt von der Qualität des Trainers.

Tuchel, der in Mainz wie Klopp in seiner fünfjährigen Tätigkeit eine Ära geprägt hatte, hat sein Sabbatjahr und den entstandenen Freiraum genossen und fühlt sich bereit für die große Aufgabe bei der Borussia.

Trainersteckbrief Tuchel
Tuchel

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Leichte Entscheidung pro Dortmund

"Ich bin überglücklich, BVB-Trainer zu sein. Ich habe in der Auszeit den großen Wunsch entwickelt, einen großen Verein, einen Traditionsverein zu übernehmen und einen Herausforderer zu trainieren." Warum Herausforderer? "Wir haben Rückstand aufzuholen auf das derzeitige Top-Quartett." Die Entscheidung für Dortmund sei ihm leicht gemacht worden, weil er in den Gesprächen mit Watzke und Zorc großen Rückhalt und Wertschätzung gespürt habe.

Wie will er diese Aufgabe angehen? "Wir müssen Hingabe entwickeln, eine besondere Haltung annehmen. Ich erwarte Fleiß, Bescheidenheit, Mut, Beharrlichkeit und will, dass wir frei von Egoismen sind. Ich möchte, dass diese vier Teams uns jederzeit spüren."

Keine personellen Forderungen

Bezüglich des Personals gibt es keinen Forderungskatalog vom 41-Jährigen. "Wir haben eine hohe Qualität im Kader, ich möchte mir ein eigenes Bild von jedem Spieler machen." Großes Lob hatte Tuchel für die "herausragende Leistung" seines Vorgängers Jürgen Klopp parat. Es gelte, darauf aufzubauen und den Klub weiterzuentwickeln.

Der BVB steht für Offensivfußball.

Thomas Tuchel

Der Stil Dortmunds sei vorgeprägt: "BVB steht für aktiven Fußball, Offensivfußball, damit kann ich mich voll identifizieren. Ich bevorzuge das Spiel gegen den Ball, wir wollen dominant auftreten." In welchem System, darüber entscheide auch das Talent der Spieler.

Seine neue Herausforderung wird Tuchel jedenfalls hochmotiviert angehen: "Ich bin sehr emotionaler, junger Coach, freue mich darauf, den BVB zu erleben, mit den Fans, in der Stadt, mit dieser Energie."

jch

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