Champions League

Tuchel: Lob für di Maria und Warnung an die Medien

PSG-Angreifer der überragende Mann des Abends

Tuchel: Lob für di Maria und Warnung an die Medien

Gefeierter Torschütze: Angel di Maria.

Gefeierter Torschütze: Angel di Maria. imago images

Dass er gegen den Klub, für den er zwischen 2010 und 2014 163 Partien absolviert hatte (30 Tore), doppelt getroffen hat, habe für di Maria durchaus eine persönliche Bedeutung. "Die Wahrheit ist, dass ich mich sehr über meine Tore gefreut habe", gab der Angreifer unumwunden zu. "Das Wichtigste" sei jedoch, "dass wir mit einem guten Ergebnis" in diese Champions-League-Saison gestartet sind.

Hohe Intensität als Schlüssel zum Erfolg

Der Schlüssel zum Erfolg gegen die (an diesem Abend nicht so) Königlichen sei die Intensität gewesen, die Paris an den Tag gelegt hatte. "Wir haben hart gearbeitet, sind unglaublich viel gerannt", lobte der Argentinier seine Teamkollegen. Und tatsächlich sprach in dieser Hinsicht die Statistik eine eindeutige Sprache: Sieben mehr gelaufene Kilometer, 42 erfolgreiche Balleroberungen - einzig die Zweikampfquote schlug zugunsten Madrids aus (54 Prozent).

Dass in Neymar, Mbappé und Cavani geballte CL-Offensivpower gefehlt hatte (137 Einsätze, 80 Tore), sei einerseits eine gute Motivation (di Maria), anderseits ein unschätzbarer Vorteil gewesen: Ohne dieses Trio "zu spielen, das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein", sagte Tuchel. "Die Leute sagen, dass wir dann die Favoritenrolle nicht innehaben. Das nahm eine Menge Druck von uns."

Sein linker Fuß ist herausragend, seine Zahlen hier in Paris außergewöhnlich.

Thomas Tuchel über Angel di Maria

Dass Paris selbstredend auch ohne diese drei Akteure den ein oder anderen guten Spieler in seinen Reihen weiß, ist nicht von der Hand zu weisen - in diesem Fall schwangen sich di Maria, Marco Verratti oder auch der Ex-Münchner Juan Bernat (zwei Assists) zu tragenden Säulen der PSG-Elf auf. Speziell di Maria habe Tuchel "im vergangenen Jahr gezeigt, dass er fähig ist, so eine Art von Leistung abzuliefern. Sein linker Fuß ist herausragend, seine Zahlen hier in Paris außergewöhnlich." Tuchel komplettierte das Lob für den 31-Jährigen damit, dass er "auch defensiv sehr stark unterwegs" gewesen sei. "Er hat Carvajal ausgeschaltet und mit Bernat auf der linken Seite gut harmoniert."

Warnung an die Journalisten

Ein "verdienter Sieg" zum Auftakt gegen das "Top-Team" Real sei für das ohnehin hoch ambitionierte PSG natürlich ein Statement an die Konkurrenz. Dennoch hielt Tuchel, dessen Verein nach den herben Enttäuschungen in den letzten CL-Spielzeiten nach dem großen Wurf lechzt, den Ball flach und schickte auf der Pressekonferenz vom Podium direkt eine Warnung an die anwesenden Journalisten hinaus. Wenngleich es nicht die brisanteste "Medienschelte" dieses Champions-League-Abends war - Tuchel meinte es dennoch ernst: "Als erstes: Wenn mich irgendjemand fragt, ob wir die Champions League gewinnen, bin ich sofort weg. Dann werde ich direkt gehen."

kög

kicker.tv Hintergrund

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