Bundesliga

Tuchel: "Wir wollten auf jeden Fall, dass niemand einschläft"

Bayern nach zehn Tagen Pause in Frankfurt gefordert

Tuchel: "Wir wollten auf jeden Fall, dass niemand einschläft"

Gefällt Frankfurts Fußball: Thomas Tuchel.

Gefällt Frankfurts Fußball: Thomas Tuchel. IMAGO/Langer

Weil der Trainer sonst keine Alternativen hatte, war Min-Jae Kim vor zwei Wochen im Grunde direkt aus Südkorea in die Startelf des FC Bayern nach Köln geflogen. Von Müdigkeit hatte der Innenverteidiger, der aufgrund immer wiederkehrender Ausfälle der Nebenmänner jedes Spiel machen muss, aber keine Anzeichen gemacht. "Manchmal ist es sogar besser, du bleibst im Rhythmus", meinte Thomas Tuchel nun am Freitag. "Auch wenn du übermüdet bist. Du überwindest dich dann nochmal, und durch die freie Zeit danach kriecht die Müdigkeit dann rein."

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Womit der Bayern-Coach auf die ungewohnte Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt zu sprechen kam. Anders als zuletzt hatte seine Mannschaft dieses Mal äußerst unfreiwillig gar nichts zu tun mit dem üblichen Drei-Tage-Rhythmus. Weil das Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin am vergangenen Wochenende wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden war und die Bayern im Pokal schon ausgeschieden waren, liegt das letzte Pflichtspiel, ein 0:0 gegen Kopenhagen, schon neun Tage zurück.

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"Deshalb war die Ansprache sehr direkt in dieser Woche, sehr auffordernd", versichert Tuchel. "Wir wollten auf jeden Fall, dass niemand einschläft - so waren auch die Trainingsinhalte. Wir haben das Gewinnen und den Wettbewerb in den Mittelpunkt gestellt. Die Stimmung war gut, die Lust war da, das auch anzunehmen - das brauchen wir morgen in Frankfurt."

Santiago Bernabà u Stadium MADRID, SPAIN - DECEMBER 02: Bryan Zaragoza of Granada during the La Liga 2023 24 match between Real Madrid and Granada at Santiago Bernabeu Stadium. (Photo by Guillermo Martinez) GM (Guillermo Martinez SPP) PUBLICATIONxNOTxINxBRAxMEX Copyright: xGuillermoxMartinezx xSPPx spp-en-GuMa-3719

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Ob diese lange Pause bei den Münchner Immerspielern nun also Fluch oder Segen war, vermag Tuchel gar nicht zu bewerten. "Bei den Dingen, die man nicht verändern kann, lohnt es sich auch nicht, groß über Vor- oder Nachteil zu philosophieren. Es ist, wie es ist. Wir wollen morgen den nächsten Schritt gehen und unbedingt auf Sieg spielen."

Tuchel sieht die Frankfurter Misere nicht - Musiala dabei

Die Aufgabe bei der Eintracht hat es in sich, auch wenn Frankfurt zuletzt vier Niederlagen am Stück hinnehmen musste und wie die Bayern im Pokal in Saarbrücken scheiterte. "Wenn ich Frankfurt anschaue und analysiere, sehe ich persönlich die vier Niederlagen nicht, die sie da jetzt erlitten haben", so Tuchel. "Inhaltlich sehe ich es nicht. Ich sehe eine sehr gute Mannschaft, eine sehr schnelle Mannschaft, eine sehr flexible Mannschaft, eine klare Handschrift. Es ist attraktiver Fußball, technischer Fußball. Was wir analysieren und sehen, passt nicht zu den letzten Ergebnissen. Das kriege ich ab heute hoffentlich auch auf die Mannschaft über."

Was die eigene Mannschaft betrifft, hat der Trainer beinahe alle Optionen. Außer Matthijs de Ligt (Aufbautraining nach Innenbandteilriss), Bouna Sarr (Kreuzbandriss) und Tarek Buchmann (Muskelbündelriss) ist jeder Spieler fit. Ob Jamal Musiala nach überstandenem Muskelfaserriss beginnt oder als Joker kommt, wollte Tuchel noch nicht verraten, "mit Sicherheit" werde Musiala aber keine 90 Minuten spielen.

Mario Krischel

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