Champions League

Nach PSG-Pleite gegen ManUnited: Thomas Tuchel "überrascht"

PSG nach der Auftaktpleite gegen ManUnited

Tuchel hatte schon wegen der Kabinen-Musik "ein komisches Gefühl"

Sah keine gute Vorstellung seiner Mannschaft: PSG-Trainer Thomas Tuchel (r.).

Sah keine gute Vorstellung seiner Mannschaft: PSG-Trainer Thomas Tuchel (r.). imago images

19 Monate war es am Dienstagabend her, dass Paris Saint-Germain in der Champions League zuletzt ein Heimspiel verloren hatte. Und natürlich, wie das im Fußball so läuft, passierte das im März 2019 gegen Manchester United. Damals hatte der englische Rekordmeister durch einen umstrittenen Elfmeter in der Nachspielzeit 3:1 gewonnen, das 0:2 aus dem Hinspiel gedreht und das Viertelfinal-Ticket gebucht.

Am Dienstag, so fasste es United-Coach Ole Gunnar Solskjaer stellvertretend für alle Beteiligten zusammen, "war unsere Leistung besser" als "damals". Durch den Treffer von Marcus Rashford in der 87. Minute gewann ManUnited erneut in der französischen Hauptstadt. "Wir haben gegen eines der besten Teams der Welt gewonnen. Das zeigt, dass wir uns entwickelt haben."

Solskjaers Sonderlob für einäugigen McTominay

Vor allem sein neues Mittelfeldduo Scott McTominay und Fred erhielt ein Sonderlob des Trainers: "Sie waren hervorragend", freute sich Solskjaer und hob McTominay hervor, der früh in der Partie eine Kontaktlinse verloren hatte. "Er hat die erste Hälfte mit einem Auge gespielt, das war sehr beeindruckend."

Nach einem verheerenden Start in die Premier-League-Saison und dem 1:6 gegen Tottenham hatte ManUnited bereits am Samstag beim 4:1 in Newcastle eine Reaktion gezeigt, der Auftritt in Paris lieferte Solskjaer, wie schon "damals" im März 2019, wichtige Argumente im Kampf um seinen Job.

Auf der Gegenseite war Thomas Tuchel wenig überraschend nicht begeistert, wohl aber "überrascht, weil wir in den Spielen davor und im Training gut waren". Der PSG-Trainer bemängelte "eine Vorstellung ohne Intensität, ohne Aggressivität, ohne Balleroberungen, ohne Gegenpressing. Das war ein bisschen merkwürdig. Ich weiß nicht, warum."

Normalerweise läuft viel Musik auf höchster Stufe. Es war sehr still dort - zu still.

Tuchel über die PSG-Kabine vor Anpfiff

Schon im Vorfeld der Partie "hatte ich ein komisches Gefühl", wie Tuchel erklärte. "Die Atmosphäre in der Umkleidekabine vor dem Match war etwas zu ruhig. Normalerweise läuft viel Musik auf höchster Stufe. Es war sehr still dort - zu still."

Eine Auftakt-Niederlage liefere noch nicht genügend Argumente, "öffentlich zu kritisch zu sein", klar ist für Tuchel vor dem Aufeinandertreffen in Istanbul mit Basaksehir am kommenden Mittwoch allerdings: "Wir müssen uns verbessern."

mkr