Europa League

TSG Hoffenheim in der Europa League: Tagestour auch nach Belgrad

Hoffenheim kann den Gruppensieg perfekt machen

TSG-Tagestour auch nach Belgrad

Schnell hin und zurück: Die TSG Hoffenheim in der Europa League.

Schnell hin und zurück: Die TSG Hoffenheim in der Europa League. imago images

Diese Variante hat sich bewährt. Schon am vergangenen Donnerstag hatte die TSG das Spiel bei Slovan Liberec als Blitztrip absolviert. Der von der COVID-19-Pandemie arg gebeutelte Bundesligist hatte die Partie in Tschechien als Tagestour absolviert, um das Risiko erneuter Ansteckungen so gering wie möglich zu halten. Das gelang. Die Truppe kehrte unversehrt zurück und auch siegreich. Mit dem 2:0-Erfolg, dem vierten in Folge in der Europa League, machten die Kraichgauer vorzeitig die Qualifikation für die K.-o.-Runde perfekt, zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte.

Nach demselben Muster soll nun auch der Gruppensieg eingetütet werden, wenn an diesen Donnerstag die nächste Auswärtshürde bei Roter Stern Belgrad ansteht (18.55 Uhr, live bei kicker). Vormittags per Charterflug und circa zwei Flugstunden geht es nach Serbien und direkt nach dem Spiel wieder zurück, sodass der TSG-Tross zwar erst spätnachts wieder zu Hause ist, aber in den eigenen Betten schlafen kann.

Für den Gruppensieg gibt es eine Million Euro

Die bereits feststehende Qualifikation für die nächste Runde soll nun beim schärfsten Rivalen gekrönt werden. "Es geht darum, jetzt auch den Gruppensieg perfekt zu machen", versichert Trainer Sebastian Hoeneß, dem zumindest in der Europa League der personelle Balance-Akt bislang gelungen ist. Es wird erneut spannend, welche Truppe der 38-Jährige in Belgrad an den Start bringt, um zugleich Kräfte und Ressourcen zu sparen für die Aufgaben in der Bundesliga. Am kommenden Montag ist die TSG im Heimspiel gegen den FC Augsburg unter Zugzwang, endlich den ersten Dreier nach sieben sieglosen Spielen einzufahren.

Bereits ein Remis dagegen genügt Hoffenheim in Belgrad, um den auch finanziell lukrativen Platz 1 in der Gruppe L zu sichern. Denn nach dem 2:0-Erfolg gegen Belgrad zu Hause hätte die TSG den direkten Vergleich gewonnen und wäre als Tabellenführer nicht mehr zu verdrängen. Eine Million Euro sind für den Gruppensieg ausgelobt, der Zweitplatzierte muss sich mit der Hälfte begnügen. Zudem geht es erneut um eine Siegprämie von 600.000 Euro, mit dem fünften Dreier in Folge könnten die Kraichgauer ihre Ausbeute weiter ausbauen.

Michael Pfeifer