Bundesliga

Trotz Gehaltseinsparungen: Stambouli verlängert auf Schalke

"Stabilitätsanker" unterschreibt bis 2023

Trotz Gehaltseinsparungen: Stambouli verlängert auf Schalke

Benjamin Stambouli

Edelfan während der Geisterspiele: Benjamin Stambouli. imago images

Die Unterschrift des Franzosen verkündete der Verein am Dienstagnachmittag zuerst in einem kurzen Video, in dem Stambouli von einer Erhebung aus auf die Arena schaut und einen bekannten Fan-Gesang der Königsblauen summt - allerdings mit leicht verändertem Text: Statt "Wir sind Schalker" singt Stambouli "Ich bleib' Schalker".

Kurze Zeit später folgten nähere Informationen zur Vertragsverlängerung: Stambouli, dessen Verbleib auf Schalke lange in der Schwebe war, unterschreibt einen bis zum 30. Juni 2023 gültigen Vertrag bei den Knappen. Der Schritt geht einher mit den Gehaltseinsparungen, die sich der Verein selbst auferlegt hat, Stambouli dürfte also weniger verdienen als mit seinem alten Arbeitspapier, das noch Christian Heidel ausgehandelt hatte.

"Absoluter Führungsspieler": Stambouli genießt hohes Ansehen

"Dass er ein ausgezeichneter Fußballer ist, steht außer Frage. Doch sein Stellenwert geht deutlich über seine sportlichen Qualitäten hinaus", wird Sportvorstand Jochen Schneider in der Vereinsmitteilung zitiert. "Benji ist ein absoluter Führungsspieler, der in der Kabine großen Respekt genießt. Er lebt unseren Klub und unsere Werte zu 100 Prozent."

Die abgelaufene Spielzeit war für den Defensivmann allerdings alles andere als optimal gelaufen. Nur die ersten neun Bundesliga-Partien absolvierte Stambouli, die gesamte restliche Saison verpasste er aufgrund einer Fußverletzung. Laut Trainer David Wagner sei er aber "selbst während seiner langen Verletzungszeit ein Stabilitätsanker für die Mannschaft" gewesen. "Benji ist ein enorm wichtiger Faktor auf und neben dem Rasen."

Nach Nübel-Abgang: Stambouli mit Chancen aufs Kapitäns-Amt

In der vergangenen Saison war Stambouli bereits Vize-Kapitän der Mannschaft und ist vereinsintern hoch angesehen. Auch in der kommenden Saison hat Stambouli gute Chancen, einer von drei Spielführern zu werden, die Wagner nominiert. Nach dem Abgang von Alexander Nübel zum FC Bayern sind aus dem letztjährigen Kapitäns-Trio nur noch Stambouli und Omar Mascarell verblieben.

Stambouli wechselte 2016 von Paris St. Germain zum FC Schalke und absolvierte für die Königsblauen seitdem 106 Pflichtspiele (vier Tore).

mib/tl

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