Bundesliga

Trotz Niederlagen-Serie: Fischer will von Aktionismus nichts wissen

Union Berlin: Kader-Diskussionen halten an

Trotz Niederlagen-Serie: Fischer will von Aktionismus nichts wissen

Union-Coach Urs Fischer muss sich derzeit auch Gedanken über den Kader-Umbau machen.

Union-Coach Urs Fischer muss sich derzeit auch Gedanken über den Kader-Umbau machen. imago images/Matthias Koch

Beim 1. FC Union Berlin wird umgebaut. Freiwillig tauschte der Verein in dieser Woche die Rasenflächen des Trainingsgeländes aus. Unfreiwillig sah sich der Klub zu Wochenbeginn mit dem Abgang von Mittelfeldmann Grischa Prömel zur TSG Hoffenheim konfrontiert.

Prömel ist zwar noch bis zum Sommer da. Aber rechnet man die beiden Januar-Abgänge Marvin Friedrich (Borussia Mönchengladbach) und Max Kruse (VfL Wolfsburg) mit, ist die Verlustrechnung bei den Stammkräften ein Alarmsignal.

Fischer: "Es gibt viele Geschichten im Moment. Der Fokus liegt nicht auf dem Spiel"

Kein Wunder, dass dies auch auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FSV Mainz 05 thematisiert wurde. "Es gibt viele Geschichten im Moment. Der Fokus liegt nicht auf dem Spiel", sagte Trainer Urs Fischer. "Aber ich glaube, das ist ein bisschen die Situation, in der sich Union als junger Bundesligist befindet." Fischer verwies darauf, dass sein Team zu Saisonbeginn auch noch Robert Andrich an Bayer Leverkusen abgeben musste. Und jetzt seien auch noch die Winter-Zugänge Dominique Heintz, Andras Schäfer und Sven Michel zu integrieren. "Das ist schon etwas, was uns beschäftigt. Das ist eine Erfahrung, die wir machen müssen", so Fischer. "Man sollte aber nicht so viel Aktionismus reinbringen."

Nach drei Niederlagen in Folge beim FC Augsburg (0:2), daheim gegen Borussia Dortmund (0:3) und bei Arminia Bielefeld (0:1) soll gegen Mainz wieder gepunktet und getroffen werden. Die Gäste reisen allerdings mit der Empfehlung von sieben Zählern aus den jüngsten drei Begegnungen an. Der Mainzer 3:2-Sieg gegen Leverkusen nach zweimaligem Rückstand war eine echte Werbung für den Fußball. Das sah auch Fischer so. "Sie geben nicht auf, bis es zu Ende gespielt ist. Mainz hat eine robuste und zweikampfstarke Mannschaft, die gut organisiert und sehr kompakt ist. Das wird eine schwere Aufgabe", so Fischer.

Endo und Schäfer fallen aus - Fragezeichen hinter Heintz

Bei der können die beiden Mittelfeldakteure Keita Endo (Beinverletzung) und Andras Schäfer (Knieverletzung) nicht mithelfen. Bei Verteidiger Dominique Heintz (Rückenprobleme) ist ein Einsatz fraglich. Heintz konnte nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden in Bielefeld erst wieder am heutigen Donnerstag voll mittrainieren. Fischer will im Fall Heintz noch das Abschlusstraining am Freitag abwarten.

Gegen Mainz können 10.000 Teilnehmer im Stadion An der Alten Försterei dabei sein. Die Begegnung ist ausverkauft. Der FSV rief alle 500 Gästetickets ab. 

Matthias Koch

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