Regionalliga

Trotz Doppelpack Ducksch: Fritz' Sonderlob für Torwarttrainer Vander

Werder-Coach Ole Werner fordert: "Position jetzt nutzen"

Trotz Doppelpack Ducksch: Fritz' Sonderlob für Torwarttrainer Vander

Jubel bei Ole Werner und der Werder-Bank.

Jubel bei Ole Werner und der Werder-Bank. IMAGO/Revierfoto

Nicht Ilia Gruev, der sein erstes Profitor schoss. Nicht Marvin Ducksch, der die Saisontreffer 18 und 19 erzielte. Sondern Torwarttrainer Christian Vander bekam von Fritz, Leiter Scouting und Profifußball, ein Extralob nach dem 4:1-Erfolg in der mit 62.217 Zuschauern ausverkauften Veltins-Arena.

Der Ex-Profi, von 2005 bis 2013 Bremer Ersatzkeeper, hatte sich in der Vorbereitung auf das Spitzenspiel wohl den entscheidenden Kniff bei den Standardsituationen überlegt. "Christian Vander hat hier den Hut auf", verriet Fritz am "Sky"-Mikrofon und ging anschließend genauer auf die Herangehensweise ein: "Wir wussten um die Kopfballstärke der Schalker und wollten sie hier ins Laufen bringen. Schalke hat physisch eine sehr gute Mannschaft."

Die kurze Ecke auf Weiser macht zweimal den Unterschied

Und so wurden die zwei Bremer in der ersten Hälfte (es kam im gesamten Spiel keine weitere hinzu) nicht etwa lang ins Zentrum geschlagen, sondern kurz ausgeführt. Der zweite Ball landete dann in beiden Situationen bei Mitchell Weiser, in beiden Fällen folgte ein Bremer Treffer. In der 6. Minute schloss die Leverkusener Leihgabe selbst ab und hatte Glück, dass Schalke Keeper Martin Fraisl das Leder unkonventionell nach vorne abprallen ließ. So kam Gruev in die Situation und staubte per Kopfball zur Bremer Führung ab.

Keine 20 Minuten später führte eine ähnliche Situation zum zweiten Bremer Treffer. Wieder landete die kurz ausgeführte Ecke bei Weiser, der sich aber für eine Flanke von halbrechter Position entgegen der Laufrichtung aller Verteidiger an den linken Pfosten entschied. Dabei verloren die Schalker Abwehrleute Niklas Füllkrug aus den Augen, der auf 2:0 erhöhte.

Zunächst überhaupt nicht effizient war Angreifer Ducksch, der im ersten Durchgang sowie kurz nach dem Seitenwechsel weitere Torchancen liegen ließ, dann aber binnen zwei Minuten doppelt traf und auf 4:0 erhöhte. "Die zwei Tore spielten uns natürlich in die Karten", sagte Fritz.

Duckschs Nachmittag: Zwischen Verzweiflung und Doppelpack

Und der Doppeltorschütze? Der verzweifelte nach eigenen Angaben schon, sprach aber schlussendlich doch noch von einem "nahezu perfekten Tag". "Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und vielleicht auch in der Höhe verdient gewonnen", so das Fazit des Top-Stürmers des neuen Tabellenführers.

Drei Spieltage vor Schluss ist Werder wieder in der Pole-Position. "Jetzt geht es darum, unsere Position zu nutzen. Es gibt noch drei Spiele. Aber es ist ein wahnsinnig enges Rennen, du darfst dir keine Schwäche erlauben. Das gilt auch für uns", freute sich Trainer Ole Werner, ohne aber zu euphorisch zu sein.

Werder sei am Freitagabend im eigenen Stadion gefragt, gegen Kiel nachzulegen, so der Coach, der elf von 16 Partien als Verantwortlicher der Grün-Weißen für sich entscheiden hat (11/4/1).

ssc

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