Bundesliga

Trotz der "Vorurteile": Kruse will zurück in die Bundesliga

Der 35-Jährige hat noch nicht vor, seine Karriere zu beenden

Trotz der "Vorurteile, was meine Fitness angeht": Kruse will zurück in die Bundesliga

Ende März am Millerntor beim Abschiedsspiel von Jan-Philipp Kalla am Ball: Max Kruse.

Ende März am Millerntor beim Abschiedsspiel von Jan-Philipp Kalla am Ball: Max Kruse. IMAGO/Oliver Ruhnke

Ende März stand Max Kruse mal wieder im Millerntor-Stadion auf dem Rasen. Anlässlich des Abschiedsspiels von Jan-Philipp Kalla kehrte er nach St. Pauli zurück und schoss gleich das erste von 17 Toren, die an diesem Nachmittag fielen. Der Spaß, so viel liegt auf der Hand, war das Einzige, was an jenem Samstag zählte - schon bald will Kruse aber auch wieder leistungsbezogen Fußball spielen. 

In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" stellte der 35-Jährige klar: "Meiner Meinung nach ist meine Fußballerzeit noch nicht am Ende angekommen. Die Präferenz liegt auf Deutschland - und die erste Liga wäre ein Highlight. Dahin will ich zurück."

Solche Sachen wie YouTube machen mir Spaß, sind aber auch nicht lebenswichtig für mich.

Max Kruse

Im Laufe seiner bisherigen Karriere spielte Kruse bereits für eine ganze Reihe an Vereinen in der Bundesliga. Sein Debüt gab er im September 2007 für Werder Bremen bei einem 8:1 gegen Arminia Bielefeld - später folgten Stationen beim FC St. Pauli, dem SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg. 2016 kehrte er dann nach Bremen zurück, ehe er über Fenerbahce und Union Berlin noch einmal in Wolfsburg aufschlug und schließlich im September des vergangenen Jahres von VfL-Coach Niko Kovac aus dem Kader gestrichen wurde.

Kruse und die Gespräche mit Wolfsburgs Trainer Kovac

Vorausgegangen waren, so Kruse, mehrere Gespräche, in denen er von Kovac habe wissen wollen, wie es um seine Einsatzchancen bestellt sei. "Das Transferfenster war ja noch offen. Nein, sagte er, alles gut, arbeite einfach so weiter", sagt Kruse, "dann saß ich auf der Bank. Eine Woche nach Transferschluss hieß es dann, es komme kein Impuls von mir."

Nun ist der offensive Mittelfeldspieler auf Vereinssuche, weiß aber, dass Vereine Vorbehalte haben. "Vorurteile, was meine Fitness angeht, sind ja nicht weniger geworden dadurch, dass ich ein halbes Jahr keinen Klub hatte", sagt Kruse und ergänzt noch mit Blick auf seine Internet-Aktivitäten: "Solche Sachen wie YouTube machen mir Spaß, sind aber auch nicht lebenswichtig für mich. Ich könnte auch sagen: Das stoppen wir."

lei

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