Bundesliga

Trotz der Doppelnull: Wie verwundbar sind die Bayern?

Zwei umkämpfte Positionen

Trotz der Doppelnull: Wie verwundbar sind die Bayern?

Bedient: Die Bayern-Asse um Thomas Müller (2. v. r.) und Joshua Kimmich (r.) nach dem 1:4 in Hoffenheim.

Bedient: Die Bayern-Asse um Thomas Müller (2. v. r.) und Joshua Kimmich (r.) nach dem 1:4 in Hoffenheim. imago images

Es war ein rabenschwarzer Sonntag, den der FC Bayern am 27. September im Kraichgau erlebte: früher Rückstand, individuelle Fehler, vergebliches Anrennen, in der Schlussphase ein Elfmeter gegen sich. Dabei war dieses 1:4 erklärbar, hatten die Münchner doch keine 72 Stunden zuvor in Budapest 120 Minuten um den UEFA-Supercup gekämpft und diesen gewonnen (2:1 gegen den FC Sevilla). Die Akkus waren leer.

Vor dem Wiedersehen am Samstagnachmittag stellt sich die Frage, wie verwundbar die Münchner dieses Mal sind. Der Trend zeigte jüngst nach oben, neun Punkte brachte die englische Woche, endlich einmal wieder zwei Partien ohne Gegentreffer obendrein, die Konkurrenz ist fürs Erste auf sieben und mehr Punkte distanziert. Und dennoch ließen die Münchner auch beim 4:0 auf Schalke acht gegnerische Chancen zu, in Augsburg verhinderte beim Elfmeter nur der Pfosten den Ausgleich.

Hoffenheim: Starke Ausbeute gegen den FCB seit 2016/17

Mit Torjäger Andrej Kramaric, der im Hinspiel doppelt traf, mit Christoph Baumgartner oder Ilhas Bebou verfügt 1899 über genügend Spieler, die den Bayern weh tun können. Und die hatten in der jüngeren Vergangenheit nicht nur beim 1:4 Probleme mit dem Spiel Hoffenheims. 13 Zähler holte die TSG seit 2016/17 gegen den Rekordmeister und damit so viele wie niemand sonst in diesem Zeitraum. Vier Siege, ein Remis, vier Niederlagen. Auch die letzte Partie in der Allianz-Arena entschied Hoffenheim Anfang Oktober 2019 mit 2:1 für sich, die Trainer hießen allerdings noch Niko Kovac beim FCB und Alfred Schreuder.

Hernandez oder Davies, Pavard oder Süle?

Für die Mannschaft von Hansi Flick spricht am Wochenende neben dem jüngsten Ergebnisaufschwung die Vorbereitungszeit. Endlich einmal eine normale Trainingswoche, kein Reise- und Spielstress. Flick hat fast alle Mann an Bord, Grund zur Rotation gibt es nicht. Umkämpft sein dürften vor allem die Außenverteidigerpositionen, wo es links Lucas Hernandez zuletzt besser machte als Alphonso Davies, der aber auch Schalke dennoch den Vorzug erhielt. Rechts hinten bekam zuletzt Benjamin Pavard eine Pause, der gelernte Innenverteidiger Niklas Süle überzeugte dort eher als das Franzose. Und auf defensive Stabilität wird es gegen Hoffenheim ankommen.

Frank Linkesch

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