Bundesliga

Trotz Abstiegsdrama! Meier will bleiben

Düsseldorf: Frymuth schließt Kurzschluss-Entscheidung aus

Trotz Abstiegsdrama! Meier will bleiben

"Ein bitterer Moment": Düsseldorfs Coach Norbert Meier nach dem Abstieg.

"Ein bitterer Moment": Düsseldorfs Coach Norbert Meier nach dem Abstieg. imago

Nicht erst seit diesem Samstag wird in Düsseldorf auch die Trainerfrage gestellt. Trainer Norbert Meier hat mit seinem Team eine katastrophale Rückrunde zu verantworten. Selbst Absteiger Greuther Fürth (12) sammelte mehr Punkte als die Rheinländer (9). "Es ist wie Leere, es fühlt sich total beschissen an. Wenn man die Tore nicht macht, und das zwölfte Spiel in Folge nicht gewinnt, braucht man sich nicht wundern, dass Hoffenheim beim Champions-League-Finalisten gewinnt", sagte ein sichtlich erschütterter Jens Langeneke nach dem letzten Spiel. Besonders bitter: Die Fortuna war am Samstag erstmals in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz zurückgefallen – schlechter Zeitpunkt.

Anders als die Schalker, die vor zwölf Jahren mitansehen mussten, wie Bayern München ihnen zeitgleich in Hamburg die schon sicher geglaubte Schale entriss, ging es für die Fortuna um den fünften Bundesliga-Abstieg. Nach Toren von Hannovers Mame Diouf (39. Minute) und Didier Ya Konan (61./76.) fühlten sich die wieder einmal glücklosen Fortunen schon wie die Absteiger, ehe der frenetische Jubel der tausenden Düsseldorfer Fans ihnen zumindest Hoffnung auf den Relegationsplatz gab. Dafür hätte Hoffenheim in Dortmund jedoch maximal unentschieden spielen dürfen. Das vermeintliche 2:2 für den BVB, das die Fortuna-Kurve bejubelte, wurde aber aberkannt.

"Das war brutal. Von den Hannoveraner Spielern haben wir dann die Nachricht bekommen, dass das Tor nicht gegeben wurde", schilderte Rechtsverteidiger Christian Weber das Fortuna-Drama. "Unfassbar, dass wir noch absteigen", klagte auch Manager Wolf Werner.

Meier stellt sich der Situation, will nicht das Handtuch werfen: "Ein bitterer Moment, es fühlt sich nicht gut an. Das sind Momente, die man zuerst verarbeiten muss. Aber es besteht für mich kein Grund, davonzulaufen." Manchmal wird man aber auch davongejagt und so ist seine Zukunft eben doch noch offen.



"Bei mir schließe ich grundsätzlich Kurzschluss-Entscheidungen aus", sagte Vereinspräsident Peter Frymuth. Jeder brauche jetzt erst mal "zwei, drei Tage, um die Enttäuschung sacken zu lassen".

Meier ist seit dem 1. Januar 2008 im Amt. Er galt in Düsseldorf lange als unantastbar, weil er den zwischenzeitlich in der Versenkung verschwundenen Traditionsverein aus der 3. Liga in die Bundesliga geführt hat. Dort holte er aus einer umgekrempelten Mannschaft viel heraus, noch nach dem 22. Spieltag hatte die Fortuna elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Doch dann begann der Absturz, der jetzt zurück in die 2. Liga führt.