Bundesliga

Union Berlin: Fischer sieht mangelnde Einsatzbereitschaft

Union kam nach 2:0-Führung in Schwierigkeiten

Trotz 4:1 über Magdeburg: Fischer kritisiert mangelnde Einsatzbereitschaft

Urs Fischer war nicht vollends zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Magdeburg.

Urs Fischer war nicht vollends zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Magdeburg. IMAGO/Jan Huebner

Vom Ergebnis her lief für den 1. FC Union Berlin alles rund, möchte man denken. Beim Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg gab es am Samstagabend einen 4:1-Erfolg, obwohl der Konkurrent in der Vorbereitung zeitlich viel weiter ist. Wie am Mittwoch beim 3:1-Erfolg beim Regionalligisten FC Viktoria 89 Berlin gab es einen Treffer in der 1. Minute, diesmal durch Andreas Voglsammer. Doch nach dem zeitnahen 2:0 durch Kevin Behrens (8.) hatten die Eisernen mehr als einen Hänger.

Magdeburg verlagerte das Spiel mehr und mehr in die Hälfte der Hauptstädter und hätte schon bei einem von Baris Atik an den rechten Pfosten geschossenen Elfmeter verkürzen können (32.). In die schlechte Union-Phase passte, dass Paul Seguin kurz darauf ins eigene Netz zum 1:2 traf (33.).

Besserung nach der Pause

Union-Coach Urs Fischer behagte der Auftritt seiner Elf nach der 2:0-Führung überhaupt nicht. "Ein Blitzstart war da. Da agierten wir aggressiv und organisiert. Dann gab es Fußball ohne Körper-Kontakt und ohne Bereitschaft", kritisierte der Schweizer.

Besser wurde es wieder nach der Pause, nachdem Union zur 46. Minute komplett durchgewechselt hatte. Keita Endo (54.) und der Ex-Darmstädter Tim Skarke (87.) erhöhten auf den 4:1-Endstand.

Noch ohne Siebatcheu

Jordan Siebatcheu kam in Magdeburg noch nicht zum Einsatz. Die jüngste Stürmer-Neuverpflichtung von Young Boys Bern unterzog sich stattdessen am Vormittag der Begegnung einem Belastungstest in Berlin. "Wir wollten Daten von ihm haben. Da geht es auch ein bisschen um Steuerung. Die letzten Tage waren für ihn stressig", sagte Fischer.

Rund 70 Personen aus beiden Lagern wurden nach Angaben der Magdeburger Polizei zirka zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn im Stadtpark Rotehorn bei einer sogenannten Drittort-Auseinandersetzung festgenommen. Sie hätten sich geprügelt.

Kurios: Das eine Lager habe schwarze Hosen und weiße Oberteile getragen. Bei den Kontrahenten sei es umgekehrt gewesen. Die Beamten gehen von einer gezielten Verabredung aus.

Matthias Koch

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