Europa Conference League

Trotz 4:0 gegen Kuopio warnt Unions Friedrich

Union-Coach Fischer verweist auf wechselhafte Darbietungen seines Teams

Trotz 4:0 gegen Kuopio warnt Friedrich: "Es ist ein gefährliches Ergebnis"

Unions Marvin Friedrich will vor dem Play-off-Rückspiel zur Conference League keinen Schlendrian einreißen lassen.

Unions Marvin Friedrich will vor dem Play-off-Rückspiel zur Conference League keinen Schlendrian einreißen lassen. picture alliance / Pressefoto Rudel

Erwartungsgemäß wollte bei den Eisernen niemand etwas von einem Selbstläufer vor dem Rückspiel in den Play-offs zur Europa Conference League gegen KuPS am Donnerstag (20:15 Uhr, LIVE! bei kicker) wissen. Das 4:0 aus dem Hinspiel "ist ein gefährliches Ergebnis. Wir starten bei 0:0. Im Fußball ist sehr viel möglich", sagte Friedrich. "In einem Spiel kann immer viel passieren. Es gilt, den Fokus hinzubekommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Spieler das wissen und mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen werden", ergänzte Fischer.

Der Schweizer Coach der Köpenicker verwies auf die bisher wechselhaften Darbietungen seiner Mannschaft, die in dieser Saison in keinem der bislang vier Pflichtspiele über die gesamte Spieldauer die aus der Vergangenheit gewohnte Stabilität zeigte. "Wir haben es bisher noch nicht über 90 Minuten hinbekommen, kompakt zu sein. Das gilt es, am Donnerstag ab der ersten Sekunde hinzubekommen", sagte Fischer und ergänzte: "Es ist nicht möglich, dass du jedes Mal eine Halbzeit hast, die vielleicht nicht so gut ist. Das kann der Gegner ausnutzen."

Union-Coach Fischer kündigt "Rotation in Maßen an"

Als Warnung soll Union gegen den finnischen Pokalsieger, den Fischer "sehr offensiv eingestellt" erwartet, zudem der Auswärtssieg von Kuopio in der vorherigen Qualifikationsrunde dienen. Da hatte KuPS beim FC Astana 0:2- und 1:3-Rückstände gedreht und sich mit 4:3 durchgesetzt. Auch in der Liga gewann der Tabellenzweite Finnlands zuletzt nach 0:1-Pausenrückstand mit 5:1 bei HIFK Helsinki. "Die Mannschaft weiß, wo das Tor steht. Sie werden es uns noch mal richtig schwermachen", sagte Fischer, der einige personelle Veränderungen in der Startelf vornehmen will und von einer "Rotation in Maßen" sprach.

Für das Duell am Donnerstag im Berliner Olympiastadion - eigentlich Heimat von Stadtrivale Hertha BSC, weshalb sowohl Fischer als auch Friedrich von einem "komischen" beziehungsweise "ungewohnten" Gefühl sprachen - hat Union bislang über 20.000 Karten verkauft. Das teilte Pressesprecher Christian Arbeit am Mittwochnachmittag mit. Bedeutet: Da 25.000 Zuschauer für Unions erstes Europapokal-Heimspiel seit 20 Jahren zugelassen wurden, sind noch Karten erhältlich. "Wir freuen uns. 20.000 Zuschauer hatten wir seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Insofern ist es ein gutes Ergebnis", sagte Arbeit.

Jan Reinold

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