Bundesliga

Trimmel über drei Abgänge in sechs Wochen "nicht überrascht"

Union Berlin verliert neben Kruse und Friedrich im Winter auch Prömel im Sommer

Trimmel über drei Abgänge binnen sechs Wochen "nicht überrascht"

Ende des Jahres 2021: Christopher Trimmel (li.) mit Max Kruse (Mi.) und Grischa Prömel.

Ende des Jahres 2021: Christopher Trimmel (li.) mit Max Kruse (Mi.) und Grischa Prömel. imago images/Matthias Koch

Christopher Trimmel ist beim 1. FC Union Berlin der dienstälteste Profi. Seit 2014 trägt der österreichische Nationalspieler (20 Einsätze bislang) das Dress der Eisernen und hat seither einiges erlebt - auch Umbrüche im Kader. Vor diesem Hintergrund kann den Kapitän der Berliner auch die aktuelle Situation nicht beunruhigen: Die nämlich, dass nach Marvin Friedrich (zu Borussia Mönchengladbach) und Max Kruse (VfL Wolfsburg) nun der dritte Abgang einer Stammkraft binnen weniger Wochen bekannt gegeben wurde.

Grischa Prömels am Montag öffentlich gemachter Wechsel für den kommenden Sommer zur TSG Hoffenheim treibt dem 34-Jährigen somit auch keine großen Sorgenfalten auf die Stirn. "Wenn man als kleinerer Verein erfolgreich ist, dann gehört es zum Fußball dazu", so Trimmel am Dienstag im Rahmen einer Medienrunde über den Abgang von Stammspielern, (…) "wir reden immer über das Gleiche. Wenn Spieler gerade in der Bundesliga gute Leistungen bringen, ist es normal, dass sie attraktiv werden für den einen oder anderen Verein."

Spielersteckbrief Trimmel
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Spielersteckbrief Prömel
Prömel

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Friedrich

Friedrich Marvin

1. FC Union Berlin - Vereinsdaten
1. FC Union Berlin

Gründungsdatum

20.01.1966

Vereinsfarben

Rot-Weiß

1. FC Union Berlin - Die letzten Spiele
FC Viktoria 1889 Berlin Vikt. Berlin (A)
1
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3
VfL Bochum Bochum (H)
3
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2
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München Bayern München
55
2
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
49
3
Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
41

"Er wird alles geben bis zum Ende seines Vertrags"

Dass Union binnen sechs Wochen (Friedrich wechselte am 11. Januar nach Gladbach) drei seiner Leistungsträger als Abgänge registrieren muss, sei "in der Summe schon sehr viel, das muss man schon sagen", so Trimmel, "aber überrascht bin ich aber nicht, weil ich auch schon ein paar Jährchen im Business bin." Und hinzu komme ja, dass Prömel ja noch nicht weg sei. "Grischa hat sich jetzt für den Sommer entschieden, und wir wissen alle: Er wird alles geben bis zum Ende seines Vertrages. Er spielt ja noch bis Saisonende." Trimmel selbst freut sich eigenen Angaben zufolge darüber, wenn ein Teamkollege den nächsten Karriereschritt macht. Und, so der Rechtsverteidiger weiter, "umso schöner und größer ist die Herausforderung für den Rest. Es ist auch nichts Neues bei Union, dass es einen Umbruch gibt. Das sind wir auch schon gewohnt. Von daher packen wir das wieder an."

Anpacken ist für die Eisernen generell ein gutes Stichwort. Denn neben dem Umstand, dass Prömel den Klub verlassen wird, ist auch die aktuelle sportliche Situation nicht gerade über die Maßen erfreulich. Trotz dreier Niederlagen nacheinander bewegen sich Trainer Urs Fischer und sein Team tabellarisch nach wie vor deutlich über dem Soll, aber im Heimspiel am Samstag gegen den FSV Mainz 05 (15.30 Uhr, LIVE! auf kicker) soll dann doch wieder Zählbares her.

Wir haben jetzt keinen anderen Fußball gespielt als im Januar. 

Christopher Trimmel

"Wir haben jetzt keinen anderen Fußball gespielt als im Januar, als wir alles gewonnen haben", sagte Trimmel über die vergangenen drei Partien in Augsburg (0:2), gegen Dortmund (0:3) und in Bielefeld (0:1), "klar, machen wir jetzt hinten ein bisschen zu viele Fehler und vorne die Tore nicht. Aber bitter wäre es, wenn wir keine Torchance hätten oder absolut chancenlos wären." Gerade die Partien in Augsburg und Bielefeld seien Spiele gewesen, "die kannst du absolut gewinnen. Es ist jetzt nicht so, dass wir in einem Loch stecken, sondern das war auch nur eine Frage der Zeit, dass wir vielleicht mal nicht das Spielglück haben wie im Januar. Es gibt überhaupt keinen Grund für 'Jetzt erst recht', sondern wir arbeiten genauso weiter wie bisher."

Dass gegen Mainz - wie Union in dieser Saison eine positive Überraschung - der zehnte Saisonsieg der Köpenicker indes kein Selbstläufer wird, darüber ist sich Trimmel im Klaren. "Mainz ist eine Mannschaft, die schwierig zu bespielen ist", betonte er, "sie haben eine sehr gute Mentalität und sehr gute Typen drin." Allerdings gewann Union von den bisherigen fünf Duellen mit den Mainzern drei (bei einem Remis). Die bisher einzige Niederlage gab es am 6. Februar 2021 in Mainz mit 0:1 (Tor Moussa Niakhaté).

Andreas Hunzinger

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