Olympia

Triathlon: Lindemann wird bei Duffys Sieg Achte

Historischer Olympia-Tag für Bermuda

Triathlon: Lindemann wird bei Duffys Sieg Achte

Historisch: Flora Duffy siegt für Bermuda im Triathlon. 

Historisch: Flora Duffy siegt für Bermuda im Triathlon.  imago images

2:48 Minuten betrug am Ende Lindemanns Rückstand hinter Bermudas erster Olympiasiegerin Flora Duffy. Silber ging an die britische Weltmeisterin Georgia Taylor-Brown, Bronze sicherte sich die Amerikanerin Katie Zaferes. Die zweite deutsche Starterin Anabel Knoll aus Nürnberg belegte mit 9:09 Minuten Rückstand Rang 31.

In ihrem letzten Trainingslager hatte die Potsdamerin Lindemann in einem Zelt die schwül-heißen Bedingungen simuliert. Am Wettkampftag in Japan zeigte sich das Wetter schließlich von einer komplett anderen Seite. Dauerregen und angenehme Temperaturen prägten den Morgen im Odaiba Marine Park. Da sich das Wasser im Zielbereich staute, wurde der Start um 15 Minuten verlegt.

Duffy tritt an, Konkurrenz kann nicht folgen

Lindemann zeigte sich unbeeindruckt von den widrigen Umständen, kam als Siebte nach den 1,5 Kilometern Schwimmen aus dem Wasser und war in der Spitzengruppe dabei. Vor allem im hinteren Teil des Feldes kamen zahlreiche Fahrerinnen auf der nassen Fahrbahn zu Fall und die siebenköpfige Gruppe um Lindemann erzwang bereits auf den 40 Rad-Kilometern eine Vorentscheidung.

Die 25-Jährige fuhr auf dem technisch anspruchsvollen Kurs taktisch klug, beteiligte sich kaum an der Tempoarbeit und sparte Kräfte. Auf Platz zwei ging Lindemann in den abschließenden Lauf über zehn Kilometer, zeitgleich mit der Führenden Zaferes. Duffy sorgte früh für eine enorme Tempoverschärfung, der Lindemann nicht folgen konnte. Schnell geriet auch Zaferes außer Reichweite, von hinten kam Taylor-Brown. Auf der Schlussrunde zogen weitere Konkurrentinnen vorbei und die erhoffte Medaille war außer Reichweite.

Lindemann zwischen Enttäuschung und Stolz

Lindemann (li.) gratuliert Duffy nach dem Rennen.  picture alliance

"Natürlich bin ich erst einmal enttäuscht, denn so eine Ausgangslage nicht zu nutzen, ist natürlich ärgerlich", sagte Lindemann nach dem Rennen in der ARD. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen und 40 Kilometern auf dem Rad lag die 25-Jährige mit der späteren Dritten Katie Zaferes (USA) noch gleichauf in Führung. Doch die Tempoverschärfung Duffys gleich auf dem ersten der zehn Kilometern erwischte Lindemann im völlig verregneten Odaiba Marine Park kalt.

"Ich hatte so ein gutes Schwimmen wie noch nie und bin in der Gruppe geblieben auf dem Rad, obwohl es echt hart war", sagte die WM-Dritte. "Dass Duffy so hart angegangen ist, kam ein wenig plötzlich. Aber darauf muss man eben reagieren und das konnte ich nicht. Ich konnte einfach gar nicht an mein Limit gehen."

Mit ihrem Trainer will Lindemann ihre Leistung nun analysieren. "Ich denke, danach werde ich wieder besser drauf und stolz auf meine Leistung sein." Zumal in der Mixed-Staffel am Samstag noch eine kleine Chance auf eine Medaille vorhanden ist.

jom

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