Nordost

Trendwende beim Berliner AK? Seitz und der "Faktor Zeit"

Regionalliga Nordost, 17. Spieltag - Vorschau

Trendwende trotz Absage beim Berliner AK? Chefcoach Seitz und der "Faktor Zeit"

Der Berliner AK und dessen Chefcoach Jeffrey Seitz sind am Wochenende wieder einmal zum Zuschauen verdammt.

Der Berliner AK und dessen Chefcoach Jeffrey Seitz sind am Wochenende wieder einmal zum Zuschauen verdammt. IMAGO/Matthias Koch

17. Spieltag

Der Blick von Jeffrey Seitz ging in diesen Tagen immer wieder in Richtung Berliner Himmel. Denn das Winterwetter der vergangenen Tage mit Schnee und Minustemperaturen hat den Spielplan für den Berliner AK in dieser Spielzeit schon durcheinandergewirbelt. Die Partie zuletzt gegen Lok Leipzig (mittlerweile verschoben auf den 20. Dezember) fiel bereits aus und wie am Mittwochvormittag bekannt wurde, macht die aktuelle Witterungslage auch dem Stadtduell am Sonntag gegen den BFC Dynamo einen Strich durch die Rechnung. "Es ist schwer eine Prognose abzugeben", schilderte der BAK-Coach zuletzt noch gegenüber dem kicker. "Wir halten aber die Intensität hoch", lautete die Devise - letztlich aber umsonst. "Natürlich ist das derzeit nicht optimal. Wir hätten gerne den Schwung mitgenommen", so Seitz.

Denn die Hauptstädter konnten vor der Leipzig-Absage zuletzt zwei Pflichtspielsiege in Folge einfahren - das erste Mal überhaupt in der aktuellen Serie. Nach dem 2:1-Erfolg im Achtelfinale des Berliner Landespokals gegen Ligakonkurrent BFC folgte in der 4. Liga ein 3:2-Heimerfolg gegen den SV Babelsberg. Zwei Siege gegen Spitzenteams der Regionalliga. "Als wichtigsten Erfolgsfaktor sehe ich den gewachsenen mannschaftlichen Zusammenhalt. Im Herbst hatten wir eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft. Nun bildet sich ein echtes Team", sagt BAK-Präsident Arthur Taubert. "In erster Linie sehe ich, dass Jeffrey in der Lage ist, diese Mannschaft jeden Tag zu verbessern und nach vorne zu bringen."

Transferoffensive im Winter?

Als Grund des derzeitigen Aufwindes nennt der 39 Jahre alte BAK-Coach den "Faktor Zeit". Denn nach den Turbulenzen im Verein in der Sommerpause wurde Seitz knapp drei Wochen vor Saisonstart erst vom Klub geholt, musste dann nach einem Umbruch eine neue Mannschaft formen, da nur sechs Akteure aus der Vorsaison geblieben sind. "Wir mussten uns erst finden, ehe dann auch die Automatismen in den einzelnen Mannschaftsteilen greifen", so Seitz. "Mittlerweile sieht man die Lerneffekte." Zumal sich auch die schwache Offensive immer weiter steigert. Gelangen in den ersten 14 Saisonpartien lediglich sieben Treffer, so erzielte der BAK mit den drei Toren gegen Babelsberg fast ein Drittel aller Saisontore in nur einem Match. In gleich neun Spielen blieben die Berliner gar ohne eigenen Treffer. Die 32 Gegentore bedeuten die schwächste Defensive der Liga. Kein Wunder also, dass Seitz den Kader in der anstehenden Winterpause inklusive Transferphase "optimieren will". Dabei geht es laut dem BAK-Coach "um jede Position". Denn die Berliner stecken als Tabellen-16. mitten im Kampf um den Klassenerhalt. "Wir wollen an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen", so Seitz. Ob das in diesem Kalenderjahr noch einmal möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

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Die weiteren Partien

Mit dem Heimspiel der VSG Altglienicke, die den SV Babelsberg zu Gast gehabt hätte, hat der 17. Spieltag auch schon die nächste Absage im Terminkalender. Auch in Cottbus (gegen Hertha II) und bei Chemie Leipzig (gegen Luckenwalde) geht an diesem Wochenende nichts. In Erfurt soll indes noch der Ball rollen. Die Rot-Weißen wollen nach drei Niederlagen in Serie gegen Chemnitz den Bock umstoßen.

Am Sonntag ist nicht nur das BAK-Spiel abgesagt, auch Eilenburg gegen Jena fällt den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. Somit bleibt nur noch das Gastspiel von Spitzenreiter Greifswalder FC beim ZFC Meuselwitz übrig.

luk, Matthias Schütt

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