Bayern

Die Wochen der Wahrheit für den FC Memmingen

Horror-Serie macht wenig Hoffnung im Abstiegskampf

Trendwende oder Abstieg? Die Wochen der Wahrheit für den FC Memmingen

Wo geht die Reise hin für den FC Memmingen? Im Moment deutet alles auf den Abstieg hin

Wo geht die Reise hin für den FC Memmingen? Im Moment deutet alles auf den Abstieg hin IMAGO/Nordphoto

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Für den FC Memmingen stehen in den kommenden Wochen zwar fast ausschließlich Duelle gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf an, doch ob es reicht, die noch erforderlichen Punkte für den angepeilten Relegationsplatz zu erreichen, wird sich zeigen. Denn nach der Winterpause konnte in den bisherigen Spielen gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte keine Überraschung errungen werden. Auch gegen den TSV Aubstadt wollte es nicht gelingen, obwohl sich hochkarätige Möglichkeiten boten und der Gegner erst einmal mit sich zu tun hatte. Der TSV hatte die Fußballschuhe der Spieler zuhause vergessen. Erst mit ein paar FCM-Leihgaben und einem schnellen Großeinkauf beim Memminger Ausrüster konnte die Begegnung mit Verspätung angepfiffen werden. Am Ende setzte es eine knappe 0:1-Niederlage - die Horror-Serie von nun schon 13 sieglosen Spielen in Serie setzt sich also fort.

Für den FCM zählt nur Zählbares

Aubstadts Trainer Julian Grell bedankte sich für die Unterstützung, lobte den gegnerischen Auftritt und was in Memmingen mit dem Umfeld des neuen Multifunktionsgebäudes alles geschaffen wurde. Von Schulterklopfern kann sich Trainer Matthias Günes aber nichts kaufen. So hadern die Memminger mit sich selbst und auch mit Schiedsrichter-Entscheidungen der vergangenen Wochen, die etliche Male das Spiel entgegen der gewünschten Richtung kippen ließen.

"Endlich mal nur kein Pech haben, von Glück rede ich gar nicht", wünschte sich deshalb Winter-Rückkehrer Lukas Rietzler. Auch gegen Aubstadt ging dies nicht in Erfüllung. Nach einem groben Foul gegen ihn, blieb sein Gegenspieler auf dem Platz. Beim FCM sah Dominik Kurija wegen eines ähnlichen Vergehens dagegen Rot - zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen. Zwei mögliche Elfmeterpfiffe blieben aus. Dazu hatte Gästekeeper Vladyslav Vertiei einen Sahnetag erwischt und mit sensationellen Reflexen gleich zwei "tausendprozentige" Chancen entschärft.

Günes betrachtet die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln: „Es ist vieles so, wie wir es uns vornehmen. Dann wieder Pech mit zwei Entscheidungen. Das ist Fakt, aber es bringt nichts, wenn du das als Argumentation bringst. Unsere Aufgabe ist es, die anderen Dinge richtig zu machen, dass das Pech am Ende egal ist." Die Tabelle lügt dann doch nicht. Die Zeit läuft für das neue Schlusslicht davon, auch wenn noch 21 Punkte zu vergeben sind und Eintracht Bamberg bei sechs Punkten Rückstand auf Rang 16 zumindest theoretisch noch ein Reichweite scheint.

Aber es gibt Lichtblicke für die Zukunft. Der 19-jährige Timo Schmidt feierte ein solides Regionalliga-Debüt in der Abwehr. Er war einer von sechs Akteuren aus der eigenen Jugend, die in der Startelf standen, acht waren im Kader. Personell läuft schon eine Ausrichtung auf die Zukunft, in welcher Liga auch immer.

Andreas Schales

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