Europa League

Frankfurts Trapp: "Warum sollen wir nicht vom Gruppensieg sprechen?"

Eintracht zeigt Reaktion nach Pleite gegen Hertha BSC

Trapp: "Warum sollen wir nicht vom Gruppensieg sprechen?"

Freute sich nicht nur über den Sieg, sondern auch über die Tabellenführung: Frankfurts Kevin Trapp.

Freute sich nicht nur über den Sieg, sondern auch über die Tabellenführung: Frankfurts Kevin Trapp. imago images/Jan Huebner

"Das ist das, was ich nach dem Spiel gegen Berlin gesagt habe, dass wir in der Lage sind, darauf eine Reaktion zu zeigen", sagte Frankfurts Torhüter Kevin Trapp nach der Partie gegen Olympiakos Piräus am Mikrofon von RTL. Mit "darauf" meinte der Keeper den schwachen Auftritt gegen Hertha und in der Tat zeigte die Eintracht eine Reaktion - und was für eine. Frankfurt präsentierte mal wieder sein Europapokal-Gesicht und schickte Olympiakos mit 3:1 nach Hause.

"Das war schon ein Leckerbissen"

"Wir haben das Spiel eindrucksvoll abgeschüttelt und haben mehr als verdient gewonnen", freute sich Trapp. Ausschlaggebend dafür sei gewesen, "von Anfang an mit Mut und Überzeugung" aufzutreten und das tat die Eintracht. Nach der ersten Chance für die Gäste spielte nahezu nur noch die SGE und diesmal - anders als gegen Berlin - ließ man sich auch nicht von einem Rückschlag (der Elfmeter-Ausgleich) aus dem Konzept bringen. "Wie wir heute Fußball gespielt haben, vor allem das zweite Tor, da kann man den Hut davor ziehen, das war schon ein Leckerbissen", lobte Trapp seine Mannschaft.

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Das angesprochene zweite Tor stand sinnbildlich für den Auftritt der Eintracht: Statt lange der vergebenen Chance (Martin Hinteregger war an der Latte gescheitert) nachzutrauern, leitete Goncalo Paciencia sofort die zweite Angriffs-Welle ein. Am Ende einer tollen Ballstafette über Rafael Santos Borré und Djibril Sow musste Almamy Toure nur noch den Fuß zum 2:1 hinhalten. In doppelter Hinsicht ein psychologisch wichtiger Treffer: Zum einen fiel er unmittelbar vor dem Pausenpfiff und zum anderen stärkte er das Frankfurter Selbstbewusstsein, nach dem Ausgleich wieder zurückgekommen zu sein.

"Wenn wir weniger als 100 Prozent spielen, geht es nicht"

Dennoch fand der Keeper auch mahnende Worte: "Wir merken auch, dass wir step by step gehen müssen. Dass wir uns jedes Mal aufs Neue wieder konzentrieren müssen und wieder die Leistung abrufen, weil wir merken, wenn wir weniger als 100 Prozent spielen, dann geht es nicht." Gelingt dies auf Dauer, dann ist in der Europa League einiges möglich, da ist sich Trapp sicher. Die Tabellenführung in Gruppe D, "die unheimlich schwer ist", hat die Eintracht bereits übernommen. Bei drei ausbleibenden Spielen gibt sich Trapp selbstbewusst: "Warum sollen wir nicht vom Gruppensieg sprechen?"

sts

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