Bundesliga

Eintracht Frankfurt: Trapp fordert Umdenken bei der SGE

Frankfurts Kapitän nimmt bedenkliche Entwicklung wahr

Trapp schonungslos: "Das reicht auf diesem Niveau nicht"

Kevin Trapp war nach Eintracht Frankfurts Niederlage in Augsburg bedient.

Kevin Trapp war nach Eintracht Frankfurts Niederlage in Augsburg bedient. IMAGO/Jan Huebner

Zum dritten Mal binnen neun Tagen steht Eintracht Frankfurt mit leeren Händen da. Nach den Niederlagen gegen Stuttgart und PAOK Saloniki verloren die Frankfurter auch in Augsburg mit 1:2 - und das in den Augen von Kapitän Kevin Trapp völlig zurecht. "Das ist eine Niederlage, die wir uns komplett selbst zuzuschreiben haben, weil wir eigentlich bis zum 2:1 nicht stattgefunden haben", zeigte sich der Torhüter bei DAZN bedient.

Frankfurts Negativserie

"In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen Fuball gespielt, aber keine Zweikämpfe gewonnen. Wir haben nicht nach vorne gespielt, haben den Ball viel in der eigenen Hälfte gehabt, aber das bringt uns wenig", ärgerte sich Trapp. "Wir haben viele zu große Lücken gehabt im Mittelfeld. Die Augsburger hatten es leicht, in unseren Rücken zu spielen. Das war dann einfach komplett zu wenig."

Nach vorne lief bei den Frankfurtern wenig zusammen, hinten offenbarte man Lücken. "Die zwei Gegentore waren dann auch in der Art verdient, weil wir es nicht gut verteidigt haben", fand Trapp. Erst durch die freundliche Mithilfe der Augsburger, die erst einen von Trapp gehaltenen Elfmeter vergaben und dann durch ein Eigentor von Keeper Finn Dahmen den Anschluss aus Frankfurter Sicht herstellten, habe Trapp eine Besserung wahrgenommen. "In der letzten Viertelstunde hatte ich das Gefühl, dass wir aufgewacht sind, aber das reicht dann einfach auf diesem Niveau nicht."

Das ging in Bremen los, gegen Stuttgart haben wir direkt in der ersten Minute das Gegentor bekommen, gegen PAOK sind wir auch zu spät wachgeworden und heute dasselbe wieder

Kevin Trapp

Generell habe er eine Entwicklung festgestellt, die beim 2:2 in Bremen begann und in den drei anschließenden Spielen ihren Lauf nahm. "Wir müssen uns wieder bewusst werden, dass wir die Spiele, die wir gewonnen haben, gewonnen haben, weil wir aggressiv waren, weil wir schnell nach vorne gespielt haben, schnörkellos. Nicht in Schönheit gestorben", mahnte Trapp an. "Das ging in Bremen los, gegen Stuttgart haben wir direkt in der ersten Minute das Gegentor bekommen, gegen PAOK sind wir auch zu spät wachgeworden und heute dasselbe wieder. Das müssen wir ansprechen. Wir müssen in die Köpfe bekommen, dass es auf dem Niveau dann sehr, sehr schwer wird."

Viel Zeit, die erneute Niederlage aufzuarbeiten, bleibt den Frankfurtern nicht. Bereits am Mittwoch steht das nächste Auswärtsspiel an, im DFB-Pokal-Achtelfinale geht es für die Eintracht zu Bayern-Bezwinger Saarbrücken (18 Uhr, LIVE! bei kicker).

kmx

Bilder zur Partie FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt