Bundesliga

Training und Gehaltsverzicht - in Leverkusen besteht Klärungsbedarf

Bayer-Profis treffen sich erstmals seit zwei Wochen

Training und Gehaltsverzicht - in Leverkusen besteht Klärungsbedarf

Noch ruht der Betrieb: Wann und wie Bayer Leverkusen das Training wieder aufnimmt, ist noch unklar.

Noch ruht der Betrieb: Wann und wie Bayer Leverkusen das Training wieder aufnimmt, ist noch unklar. imago images

Vor knapp zwei Wochen wurden die Profis von Bayer 04 mit individuellen Trainingsplänen nach Hause geschickt. Schließlich wollte der Klub seiner Verantwortung und Vorbildfunktion in Zeiten des Coronavirus gerecht werden. Abstand zu halten, ist im Zeichen der Pandemie oberstes Gebot.

Doch nach 14 Tagen Fitnesserhaltung, die auch dadurch sichergestellt werden sollte, dass den Profis Laufbänder in ihre eigenen vier Wände geliefert wurden, muss sich der Klub Gedanken machen, wie es weitergeht. Schließlich hatte Athletiktrainer Schahriar Bigdeli in der vergangenen Woche erklärt, dass nach zwei Wochen Individualtraining möglichst eine Rückkehr auf den Trainingsplatz erfolgen sollte, um den Substanzverlust in Sachen Schnelligkeit und Explosivität nicht zu groß werden zu lassen. Der 1. April gilt bislang in den Leverkusener Planungen weiterhin offiziell als der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Trainings.

Gehaltsverzicht gilt als sicher - Höhe noch offen

Deshalb treffen sich die Leverkusener Profis am Mittwoch mit den Verantwortlichen, um dringende Fragen zu klären. Zentrale Themen werden dabei die Trainingsgestaltung und der im Raum stehende Gehaltsverzicht sein. Die grundsätzliche Bereitschaft der Mannschaft, Teile ihres Gehalts nicht zu beanspruchen, hatte Kapitän Lars Bender bereits vergangene Woche im Gespräch mit Geschäftsführer Rudi Völler erklärt. Dass es dazu kommen wird, gilt als sicher. Offen ist aber noch, in welcher Höhe der Verzicht erfolgen wird.

Darüber besteht genauso Gesprächsbedarf wie über die Gestaltung des künftigen Trainings. Das vom Land Nordrhein-Westfalen am 23. März ausgesprochene Kontaktverbot lässt derzeit bis zum 19. April kein Training in richtigen Gruppen zu. Allerdings wäre ein Einzel-Torwarttraining durch Torwarttrainer David Thiel mit jeweils einem der drei Keeper möglich. Auch ein Training in Zweiergruppe wie es der BVB praktiziert, ist denkbar. Angesichts der von der DFL zumindest für das erste Mai-Wochenende ins Auge gefassten Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine wichtige Frage. Ginge es doch darum, dann in einem wettbewerbsfähigen Zustand zu sein.

Stephan von Nocks

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