Regionalliga

Trainer-Novize ersetzt Trainerfuchs

Seligenporten: Schlicker tritt Nachfolge von Wettberg an

Trainer-Novize ersetzt Trainerfuchs

Seine Nachfolge ist nun geregelt: Seligenportens scheidender Trainer Karsten Wettberg.

Seine Nachfolge ist nun geregelt: Seligenportens scheidender Trainer Karsten Wettberg. imago

Hochkonzentriert beobachtet er das Treiben des SVS gegen den FC Ingolstadt II, lässt seine Kommandos in der noch immer winterkalten Aprilluft erschallen und bespricht sich immer wieder mit Karsten Wettberg (71). Doch noch muss Florian Schlicker etwas warten, damit er seinen großen Traum tatsächlich leben darf. Genau genommen bis zum Beginn der neuen Saison. Dann nämlich - so hat es die Führung der Klosterer vor Kurzem beschlossen - tritt der 32-Jährige die Nachfolge des im Sommer aus freien Stücken scheidenden Wettberg an.

Mag diese Entscheidung nach außen vielleicht blass wirken, intern jedoch ist man von deren Richtigkeit überzeugt: Florian Schlicker kenne den Verein und sein Umfeld bestens. Er ist schon im achten Jahr bei den Klosterern und sei eine echte Integrationsfigur, verlautet es aus Vereinskreisen. "Da gab es nicht viel zu überlegen, es ist für mich eine Riesenehre, dass die Wahl auf mich fiel", freut sich Schlicker über diese Beförderung. Allzu überrascht indes zeigt er sich nicht: "Ich sehe meine Zukunft schon seit Längerem im Trainerbereich und habe auch beim SVS auf dieses Ziel hingearbeitet."

Regionalliga Bayern - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1860 München II 1860 München II
58
2
FV Illertissen FV Illertissen
55
3
1. FC Nürnberg II 1. FC Nürnberg II
51
Trainersteckbrief Wettberg
Wettberg

Wettberg Karsten

Schon in früheren Jahren suchte er die Verantwortung und war als Kapitän nachhaltig am beeindruckenden sportlichen Aufschwung der Klosterer beteiligt. Mitentscheidend für sein künftiges Mandat mag gewesen sein, dass der gelernte Defensivmann die Rolle des Spielführers, wie auch die des Co-Trainers nicht zu Machtdemonstrationen nutzt, sondern stets großen Wert auf respektvollen Umgang und korrekte Menschenführung legt.

Natürlich hat Schlicker schon konkrete Vorstellungen darüber, an welchen Stellschrauben er drehen will, hält sich mit deren Preisgabe aber noch zurück. "Für mich hat die vorbehaltlose Unterstützung von Karsten Wettberg absolute Priorität. Für uns ist es wichtig, erst einmal den Klassenerhalt zu sichern." Auf dem Weg dorthin ist der SVS am vergangenen Wochenende mit der 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt keinen Schritt weitergekommen. Für den künftigen Cheftrainer Florian Schlicker gibt es also schon in der Gegenwart allerhand zu tun.

Udo Weller