Bundesliga

Trainer Fischer will das Drumherum gegen Leipzig ausblenden

Berlin: Ohne Schockstarre ins Abenteuerland Bundesliga

Trainer Fischer will das Drumherum gegen Leipzig ausblenden

Union-Trainer Urs Fischer

"Am Schluss ist es nur ein Fußballspiel": Union-Trainer Urs Fischer. imago images

Nicht nur für Union als 56. Bundesligisten seit 1963 ist das historisch erste gesamtdeutsche Erstligaspiel etwas Besonderes. Auch der Schweizer Fischer betritt absolutes Neuland. "Am Schluss ist es nur ein Fußballspiel. Aber es ist für mich eine neue Herausforderung, auch wenn ich beim FC Basel schon ähnliche Verhältnisse erlebt habe. Es ist es ein neues Abenteuer", meinte Fischer.

Im Abenteuerland Bundesliga soll sich die siebenwöchige Vorbereitung und die Integration von zwölf externen Neuzugängen auszahlen. Bis auf Innenverteidiger Florian Hübner, der nach seiner Knieverletzung Angang Juli als einziger Akteur des 33-Mann-Kaders noch kein Testspiel bestreiten konnte, sind alle potenziellen Stammspieler fit.

Hinsichtlich der Startelf dürfte im Vergleich zum 6:0-Erfolg im DFB-Pokal beim Viertligisten Germania Halberstadt Marvin Friedrich anstatt Michael Parensen von Beginn in der Innenverteidigung auflaufen. Friedrich musste im Cup-Wettbewerb noch eine Gelb-Rot-Sperre absitzen. Union soll ohne Respekt und mit Mut ins Spiel gehen. "Wenn wir eine Schockstarre haben, wird es schwierig. Wir müssen versuchen, die Gegebenheiten so schnell wie möglich anzunehmen."

Fischer: "Natürlich hätten wir lieber Stimmung"

Wichtig findet Fischer auch, dass die Spieler das Drumherum ausblenden und sich voll auf die sportliche Aufgabe konzentrieren. Vor der Begegnung wird es bei der Vereinshymne von Nina Hagen eine Ehrung der verstorbenen Unioner geben, die die Bundesliga nicht mehr miterleben können. Dabei werden rund 450 Banner mit Porträts verstorbener Fans, Spieler und Vereinsmitarbeiter in die Höhe gehalten. Im Anschluss folgt eine 15-minütiger Schweigeprotest, mit dem aus Sicht der Union-Fans gegen das "Konstrukt" RB Leipzig protestiert wird. "Die Fans haben sich entschieden. Dementsprechend hat man das zu akzeptieren. Natürlich hätten wir lieber Stimmung. Aber die Fans wollen eine Aussage machen", sagte Fischer.

Matthias Koch

kicker.tv Hintergrund

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