DFB-Pokal

Träumen erlaubt? Koné: "Klar! Man sollte immer dran glauben"

Weigl sieht einen "Push"

Träumen erlaubt? Koné: "Klar! Man sollte immer dran glauben"

Matchwinner in der 120. Minute: Gladbachs Manu Koné

Matchwinner in der 120. Minute: Gladbachs Manu Koné IMAGO/Ulrich Hufnagel

Die Jubelexplosion im Borussia-Park, als der Kopfball von Manu Koné die Torlinie überschritten hatte und im Tornetz gelandet war, zähIte zu den emotionalsten Augenblicken in dieser Borussen-Saison. Es war das Tor, das die Fohlenelf ins Viertelfinale brachte und sicherlich nicht nur die Anhänger vom ersten Pokaltriumph seit 1995 träumen lässt. "Pokalsieger wird nur der VfL!", sangen die Fans noch lange nach dem Abpfiff und Matchwinner Koné grinste: "Klar! Man sollte sich keine Limits setzen und immer dran glauben."

Dass eine große Portion Glück mit im Spiel war am Dienstagabend, daraus machten die Borussen überhaupt kein Hehl. "Die letzten Minuten vor der Verlängerung waren schwierig. Die letzten Minuten in der Verlängerung dann auch - bis eben auf die Szene, in der das Tor fällt", strahlte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus. Hauptsache Weiterkommen hieß das Motto. "Wir können besser Fußball spielen. Es war kein Leckerbissen, aber das ist scheißegal, das Weiterkommen ist das Entscheidende", sagte Virkus und lobte: "Die Mannschaft hat ein großes Herz gezeigt und leidenschaftlich gearbeitet."

Weigl: "Mit Sicherheit einen Push"

DFB-Pokal, Achtelfinale

Die zahlreichen Favoritenstürze im laufenden Pokalwettbewerb eröffnen auch den Borussen die Chance, etwas Großes erreichen zu können im nächsten Jahr. "Der Weg wird immer kürzer. Aber man muss sich Runde für Runde alles neu erarbeiten", sagte Virkus. Kapitän Julian Weigl meinte zu den Perspektiven: "Der Pokal ist unheimlich spannend dieses Jahr. Es sind schon einige große Teams raus. Der Wettbewerb hat wieder gezeigt, dass man in einem Spiel jeden schlagen kann. Deswegen gibt uns das mit Sicherheit einen Push."

Wie alle Borussen war nach dem Abpfiff auch Cheftrainer Gerardo Seoane trotz der herrschenden Euphorie um eine korrekte Einordnung der 120 Minuten bemüht. "Es war ein sehr taktisch geprägtes Spiel, in dem wir tief gestanden haben und immer wieder versucht haben, schnell umzuschalten. Lange Zeit haben wir gut verteidigt, aber über die 120 Minuten natürlich auch die eine oder andere klare Torchance zugelassen. Wolfsburg hatte die besseren Chancen. Auf der anderen Seite muss ich ein Riesenkompliment an meine Mannschaft aussprechen. Wie sie ihr Herz auf dem Platz gelassen hat, mit welcher Leidenschaft sie gespielt hat", sagte der Schweizer. "Kompliment für diese Willensleistung."

Jan Lustig

Seoane und das Spielglück: "Das können wir schon richtig einordnen"

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