Bundesliga

Torjäger Kimmich legt den Lehrlingsstatus ab

Bayern-Mittelfeldspieler nennt konkrete Gründe für das Remis

Torjäger Kimmich legt den Lehrlingsstatus ab

Drin - schon wieder: Joshua Kimmich schob sich in der Bayern-Torjägerliste auf Rang zwei vor.

Drin - schon wieder: Joshua Kimmich schob sich in der Bayern-Torjägerliste auf Rang zwei vor. imago

In der Bundesliga jubelte er bereits dreimal und ist damit Bayerns zweitbester Schütze hinter dem seit vier Partien torlosen Robert Lewandowski (fünf Tore). Dazu kommen zwei in der Champions League und eines in der Nationalelf. Nicht schlecht für einen Mittelfeldspieler, der gegen Köln eine Flanke von Juan Bernat in bester Mittelstürmermanier verwertete.

Der 21-Jährige legt in seiner zweiten Saison beim Rekordmeister gerade den Lehrlingsstatus ab und etabliert sich als vollwertige Kraft. Aber natürlich steht auch für ihn der Mannschaftserfolg über allem, dementsprechend unzufrieden war er nach den ersten Punktverlusten in dieser Bundesligasaison: "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, sehr viel Kontrolle über das Spiel gehabt. In der zweiten Halbzeit waren wir dann nicht mehr so griffig gegen den Ball, konnten nicht mehr so viel Druck ausüben und der FC ist besser ins Spiel gekommen."

Kimmich übt konkrete Kritik

Kritik übte er sowohl an den Offensivbemühungen als auch am Spiel gegen den Ball: "Uns fehlten die Zuspiele und die Bewegung in die Tiefe, auch die Intensität gegen den Ball war in der zweiten Halbzeit nicht gut." Dementsprechend wohl die Laune, wenn die Mannschaft heute das Oktoberfest besucht. "Wir sind nicht so zufrieden, die Stimmung ist natürlich nicht so gut", sagte Kimmich. Vielleicht hat in dieser Beziehung ja die überraschende Dortmunder Niederlage in Leverkusen wenigstens für einen kleinen Umschwung gesorgt, der Abstand auf den als ärgsten Widersacher um die Meisterschaft ausgemachten Rivalen wuchs auf vier Punkte an.

Bevor es in zwei Wochen in Frankfurt wieder um Punkte geht, reist Kimmich wie Manuel Neuer, Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller zur Nationalmannschaft, für die es in der WM-Qualifikation gegen Tschechien und Nordirland geht. "Es ist immer noch eine Riesensache, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, ich freue mich jedes Mal aufs Neue", sagt er. Dass er im Gegensatz zu den Bayern dann wohl wieder als Rechtsverteidiger gefragt ist, macht ihm nichts aus. "Überhaupt nicht, Hauptsache, ich stehe auf dem Platz, egal wo."

Frank Linkesch

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