EM

Spanien: Torhüterfrage amüsiert Trainer Luis Enrique

Spanier starten am Montag gegen Schweden

Torhüterfrage amüsiert Luis Enrique - Eindringliche Warnung vor Forsberg

Er ließ sich vor dem EM-Start nicht in die Karten schauen: Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique.

Er ließ sich vor dem EM-Start nicht in die Karten schauen: Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique. imago images

Die "negativen" Nachrichten waren in den vergangenen Tagen ausnahmsweise positiv. Nachdem sowohl Spanien als auch Schweden vor dem direkten Duell zum EM-Start in Sevilla am Montag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) je zwei Corona-Fälle vermeldet hatten, blieben die Teams (bislang) von weiteren COVID-19-Ausbrüchen verschont. Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique konnte in Diego Llorente gar einen betroffenen Spieler zurück im Kreise seiner Mannschaft begrüßen.

"Wenn am Montag das Spiel angepfiffen wird, müssen wir dieses Theater hinter uns lassen", stellte Llorente klar, dessen PCR-Ergebnis von vor wenigen Tagen wohl falsch-positiv war. Nach vier negativen Tests durfte er am Freitag wieder in die Blase der Furia Roja. Die Vorbereitung auf das Schweden-Spiel wurde jedoch erheblich gestört.

Spielersteckbrief de Gea
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Spielersteckbrief Jordi Alba
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Martinez Garcia Luis Enrique

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Luis Enrique: "Es gibt keine Entschuldigungen"

Luis Enrique hatte nach den Fällen von Llorente sowie Kapitän Sergio Busquets zur Sicherheit gar einen B-Kader in das Teamquartier in Las Rozas bei Madrid berufen. Am Samstag rückte das 17-köpfige "Schattenaufgebot" aber wieder ab, der Fokus richtet sich voll und ganz auf die 23 verbliebenen Akteure. "Es gibt keine Entschuldigungen", erklärte Luis Enrique am Sonntagabend.

Und das, obwohl das Team des dreimaligen Europameisters wie auch die ebenfalls betroffenen Schweden weitgehend individuell trainieren musste. Am Freitag erhielten die Spanier sogar kurzfristig noch die Schutz-Impfung gegen das Coronavirus. Eine Entscheidung, die aus mehreren Richtungen kritisiert wurde.

Der Druck in Sevilla vor rund 15.000 Fans im Estadio Olimpico de La Cartuja ist da. Nach den EM-Triumphen 2008 und 2012 sowie dem ersten WM-Titel 2010 verpasste Spanien dreimal in Folge das Viertelfinale bei großen Turnieren.

Favorit ist Unai Simon

Amüsiert reagierte Luis Enrique einen Tag vor dem Start auf die noch immer offene Torwartfrage. "Einer der drei wird es sein: David de Gea, Unai Simon oder Robert Sanchez", sagte der 51-Jährige mit einem Lächeln. De Gea (Manchester United) machte zwar bereits 45 Länderspiele, doch Luis Enrique scheint Unai Simon (Athletic Bilbao) zu präferieren. Der 24-Jährige kam zuletzt mehrmals zum Einsatz, er steht bei sieben A-Länderspielen.

Luis Enrique hatte überhaupt wenig Lust, sich zu seinem Personal zu äußern. Vielmehr redete er den Gegner stark. "Die schwedische Mannschaft spielt sehr direkt", betonte Spaniens Nationaltrainer, der auch speziell vor Leipzigs Emil Forsberg warnte. Der Blondschopf sei ein "Qualitätsspieler", der den Spaniern durchaus gefährlich werden könnte.

Jordi Alba statt Sergio Ramos

Ein ungewohntes Bild wird es in Sevilla in jedem Fall geben. Nicht wie in so vielen wichtigen Spielen der letzten Jahre führt Sergio Ramos die Spanier aufs Feld. Für den angeschlagenen und nicht für die EURO nominierten Kapitän von Real Madrid springt Jordi Alba ein. Barcelonas Linksverteidiger hat bislang auch keine Nebenwirkungen im Team von der Impfung beobachten können. "Wir sind alle in optimaler Verfassung, wir fühlen uns gut", versicherte der 32-Jährige - und hoffte mit seinen Kollegen darauf, dass ab Montag dann endlich wieder komplett der (erfolgreiche) Fußball im Fokus steht.

msc

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