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Tore, Rekorde und eine Premiere: Sechs Fakten zum Saisonstart

Wissenswertes zum Start der Frauen-Bundesliga

Tore, Rekorde und eine Premiere: Sechs Fakten zum Saisonstart

Inka Grings und Stephan Lerch.

Die eine hat einen Rekord inne, der andere geht nach dem Jahr: Inka Grings und Stephan Lerch. imago images

Wer löst Harder ab?

Vor dem Saisonstart kann man schon sicher sagen: Es wird eine neue Torschützenkönigin geben. Denn im vergangenen Jahr holte sich diese persönliche Auszeichnung Wolfsburgs Pernille Harder, die den Verein in Richtung Chelsea verlässt. Die Frau, die als erste ausländische Spielerin zu Deutschlands Fußballerin des Jahres gewählt wurde, traf in 21 Spielen gleich 27 Mal. Weitere Treffer in der Bundesliga werden nun erst einmal nicht dazukommen. Für die 27-jährige Dänin war das 1:3 im Champions-League-Finale gegen Lyon erst einmal das letzte Spiel für Wolfsburg.

Frankfurt steht ganz oben

Serienmeister Wolfsburg wurde im Übrigen zum vierten Mal in Folge Meister. In der ewigen Tabelle stehen die Wölfinnen mit 695 Punkten jedoch "nur" auf Rang fünf. Seit der Einführung der eingleisigen Frauen-Bundesliga in der Saison 1997/98 holte kein Team mehr als der FFC Frankfurt. Der siebenfache Titelträger holte in 484 Begegnungen 1092 Punkte und steht damit vor Potsdam (1071 Zähler), Duisburg (877) und Bayern München (845). Der FFC Frankfurt wird im Übrigen in der kommenden Saison unter dem Dach von Eintracht Frankfurt agieren. Nach der Fusion im Frankfurter Frauen-Fußball will die Mannschaft "oben anklopfen".

Eine Premiere auf der Trainerbank

In der kommenden Saison wird es auf der Trainerbank zu einer Premiere kommen, denn mit Nora Häuptle, der neuen Trainerin des SC Sand, steht zum ersten Mal eine Schweizerin an der Seitenlinie eines Frauen-Bundesligisten. Die 37-Jährige ist zudem aktuell die einzige Trainerin unter allen Bundesliga-Vereinen. Häuptle arbeitete zuvor beim Schweizer Fußball-Verband, war dort zuletzt für die U-19-Juniorinnen zuständig und wagt nun den Sprung in die Bundesliga.

Ein Coach auf Abschiedstour

Bereits vor Beginn der Spielzeit steht fest: Für Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch wird es vorerst die letzte mit den Wölfinnen sein. Der Coach sucht "nach dann acht wunderbaren Jahren eine neue Herausforderung". So hatte er sich bei seiner letzten Vertragsverlängerung "mit den VfL-Verantwortlichen gezielt auf eine Laufzeit bis 2021 verständigt, weil dieser Gedanke schon damals eine Rolle spielte." Lerch geht im Übrigen als dienstältester Trainer in die neue Saison, seit dem 1. Juli 2017 ist er Cheftrainer des VfL Wolfsburg.

Torrekord hat es in sich

Lerch ist mit seinem Team nach vier Titeln in Serie auch nächstes Jahr wieder der Favorit auf die Meisterschaft und wird mit den Wölfinnen bestimmt den ein oder anderen hohen Sieg feiern. Aber den Torrekord der Frauen-Bundesliga wird wohl auch der VfL nicht knacken. In der Saison 2005/06 gewann der 1. FFC Frankfurt am 17. Spieltag 17:0 gegen den Lokalrivalen FSV Frankfurt, das war bisher der deutlichste Sieg in der eingleisigen Frauen-Bundesliga. Dahinter folgt Turbine Potsdam mit einem 16:0 gegen den FSV Frankfurt am 15. Spieltag, ebenfalls in der Spielzeit 2005/06.

Viermal sechs Treffer

Apropos Tore: Gleich viermal gelang es einer Spielerin, sechs Tore in einem Spiel zu erzielen. Zweimal schaffte dieses Kunststück Inka Grings. Die Ex-Nationalspielerin erzielte im Trikot des FCR Duisburg beim 12:0 gegen Brauweiler Pulheim (März 2007) und beim 8:0 beim SC Bad Neuenahr (Februar 2005) jeweils einen Sechserpack. Dasselbe schafften auch Genoveva Anonma (beim 12:0 von Potsdam gegen Sindelfingen im März 2014) und Conny Pohlers (beim 8:2 Potsdams gegen Saarbrücken im März 2002).

mst

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