Conference League

Toppmöller: "Wollen wieder angreifen und eine Serie starten"

Gute Nachrichten von Koch - Aufrufe zur Deeskalation

Toppmöller: "Wir wollen jetzt wieder angreifen und eine neue Serie starten"

Für Dino Topmöllers Eintracht geht es um den Einzug ins Achtelfinale der Europa Conference League.

Für Dino Topmöllers Eintracht geht es um den Einzug ins Achtelfinale der Europa Conference League. IMAGO/Kessler-Sportfotografie

In Thessaloniki spielten sich nach dem Abpfiff tumultartige Szenen ab. Eine Rudelbildung mündete in Roten Karten für Salonikis Co-Trainer Pantelis Konstantinidis, Soualiho Meité und Kevin Trapp, wobei unklar blieb, wofür der Eintracht-Keeper bestraft wurde. Die 1:2-Niederlage war aus hessischer Sicht unglücklich, Saloniki nutzte zwei Standards zu zwei Toren. Das Team schweißte dieses Erlebnis allerdings zusammen, anschließend folgte die stärkste Saisonphase. "Die Mannschaft rückte enger zusammen, das half uns bei der Entwicklung", sagt Trainer Dino Toppmöller.

Auftakt zur nächsten Serie?

Vorschau:

Nun könnte die Partie gegen PAOK abermals zu einem Schlüsselerlebnis werden. Einerseits geht es um Platz 1, der das Ticket für die direkte Teilnahme am Achtelfinale ist. Nach dem 2:2 in Bremen und dem 1:2 gegen Stuttgart bietet die Partie gegen die Griechen aber auch die große Chance, neues Selbstvertrauen zu tanken. "Wir wollen jetzt wieder angreifen und eine neue Serie starten", bekräftigt Toppmöller.

Auf dem Platz dürfte es nach den Vorkommnissen in Thessaloniki ein rassiges Duell geben - und abseits des Rasens? Die schweren Ausschreitungen gegen Stuttgart dominierten die Diskussionen der vergangenen Tage. Es steht zu befürchten, dass ein erheblicher Teil der Schläger, die sich eine Schlacht mit der Polizei lieferten, auch gegen PAOK im Stadion sein wird.

Polizei kündigt "zurückhaltendes Einsatzkonzept" an

Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Noch ist offen, wie viele Täter anhand des Videomaterials identifiziert und mit Stadionverboten belegt werden können. Ob die Aufrufe zur Deeskalation bis zum kriminellen Kern der Fanszene durchdringen, weiß niemand. Auch die Polizei steht in der Pflicht, besonnener zu agieren als am vergangenen Wochenende. Am Mittwochnachmittag kündigte sie "ein zurückhaltendes Einsatzkonzept" an, man wolle "wie gewohnt auf intensive Kommunikation und Deeskalation setzen". Das wäre ein Fortschritt.

"Ich kann nur an jeden, der ins Stadion kommt, appellieren, dass wir alle eine friedliche Atmosphäre und die Unterstützung unserer Zuschauer wollen. Das wollen wir dann mit einer guten Leistung zurückzahlen", sagt Toppmöller. Der Coach betont: "Natürlich haben wir mehr Energie, wenn die Zuschauer uns unterstützen. Das ist doch selbstredend."

Koch-Comeback in Augsburg?

Erfreuliche Nachrichten gibt es von Robin Koch. Seit drei Wochen laboriert der Abwehrboss an einer muskulären Wadenverletzung, beim Auswärtsspiel in Augsburg könnte der Innenverteidiger zurückkehren. "Bei Robin sind wir vorsichtig optimistisch, dass er am Sonntag wieder zum Kader gehören wird. Wie es dann mit der Spielzeit aussieht, müssen wir schauen", sagt Toppmöller. Am Donnerstag soll Koch eine intensive individuelle Einheit absolvieren, da die Partie gegen PAOK Saloniki noch zu früh kommt. "Wir müssen schauen, wie er das verkraftet, aber es sieht im Moment sehr gut aus", berichtet der Coach.

Verzichten muss Toppmöller gegen PAOK neben Koch auch auf Sebastian Rode (Wadenverletzung), Jens Petter Hauge (Rückenprobleme), Timothy Chandler (muskuläre Probleme) sowie die nicht gemeldeten Philipp Max und Lucas Alario.

Julian Franzke

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