Conference League

Toppmöller warnt: "Da wird jeder kleine Fehler bestraft"

Kehrt Eintracht-Kapitän Rode in die Startelf zurück?

Toppmöller warnt: "Da wird jeder kleine Fehler bestraft"

SGE-Coach Dino Toppmöller fordert "maximalen Fokus".

SGE-Coach Dino Toppmöller fordert "maximalen Fokus". IMAGO/Schüler

Die Bedeutung der Partie gegen den Tabellenführer aus Belgien kann gar nicht überschätzt werden. Auftritte auf internationaler Bühne sind so etwas wie die Lebensader der Eintracht. Die beachtliche Entwicklung der vergangenen Jahre, die im Gewinn der Europa League 2022 ihren vorläufigen Höhepunkt fand, wäre ohne die europäischen Festspiele undenkbar gewesen.

In der Conference League zählt die Eintracht mit der AC Florenz und Aston Villa zum engeren Favoritenkreis. Diese Titelchance gegen Saint-Gilles schon in den Play-offs zur K.-o.-Runde zu verspielen, wäre kaum zu verzeihen und würde nach dem peinlichen Pokal-Aus in Saarbrücken einen dunklen Schatten über die ganze Saison werfen.

Nach dem 2:2 im Hinspiel fordert Trainer Dino Toppmöller: "Wir brauchen maximalen Fokus und maximale Disziplin. Das ist ein K.-o.-Spiel, da wird jeder kleine Fehler bestraft. Wir sollten von der ersten Minute an hellwach sein und wollen den Heimvorteil für uns nutzen."

Wer stoppt Amoura?

Zuletzt unterliefen seiner Elf zu viele einfache Fehler im Aufbau. Die Gefahr: Union-Stürmer Mohammed Amoura ist so schnell, dass ihn keiner mehr stoppen kann, wenn er Platz hat und geschickt wird. Den algerischen Nationalspieler auszuschalten, wird im Spiel gegen den Ball die wahrscheinlich größte Herausforderung.

Von seinen Spielern wünscht sich Toppmöller eine "gute Mischung" aus Angriffspressing und Verteidigung aus der eigenen Hälfte heraus. Schließlich habe man zuletzt aus einer tieferen Position ein "paar schöne Kontertore" erzielt. Auch in Ballbesitz soll der Gegner gelegentlich gelockt werden, um schnelle Bälle hinter die Kette spielen zu können. Nur dann können Ansgar Knauff und Omar Marmoush ihr Tempo ausspielen.

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Drei personelle Wechsel

Personell wird Toppmöller die Mannschaft im Vergleich zum Spiel in Freiburg voraussichtlich auf mindestens drei Positionen verändern. Robin Koch kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück in die erste Elf und wird Makoto Hasebe ersetzen, links dürfte Niels Nkounkou den Vorzug vor Philipp Max erhalten, der das Abschlusstraining wegen einer Erkältung verpasste. Zudem rückt Knauff für den verletzten Sasa Kalajdzic (Kreuzbandriss) in die Startelf.

Kalajdzic, der noch im Hinspiel traf, wird nicht mehr für die Eintracht auflaufen. Der Stürmer hat sich in Freiburg das Kreuz- und Außenband im rechten Knie gerissen und fällt für den Rest der Saison aus. Deshalb muss es im Sturm Marmoush (14 Pflichtspieltore) richten, Neuzugang Hugo Ekitiké ist laut Toppmöller frühestens am Sonntag gegen Wolfsburg ein Startelf-Kandidat.

"Wir sind alle voll scharf und fokussiert"

Dafür ist Sebastian Rode bereits jetzt eine Option für die erste Elf. Toppmöller ließ am Mittwoch auf der Pressekonferenz durchklingen, dass der in der Hinrunde lange verletzte Kapitän inzwischen so weit ist, von Beginn an spielen zu können. Rode könnte im Mittelfeld anstelle von Mario Götze oder Ellyes Skhiri auflaufen, sicher ist das allerdings nicht. "Ich bin bereit und will unbedingt auf dem Platz helfen. Alles andere entscheidet Dino", sagt der Routinier und betont: "Wir sind alle voll scharf und fokussiert, dürfen uns nichts erlauben und müssen voll auf Sieg gehen."

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Julian Franzke

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