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Topklubs im Tabellenkeller

LASK und Rapid in der Krise

Topklubs im Tabellenkeller

Enttäuschung bei LASK-Trainer Andreas Wieland.

Enttäuschung bei LASK-Trainer Andreas Wieland. APA

Der LASK als Schlusslicht, Rapid nur auf Platz zehn - die Tabelle der Bundesliga bietet nach der zwölften Runde ein interessantes Bild. Die Linzer kassierten am Sonntag gegen Altach ein Heim-0:1 und haderten einmal mehr mit offensiver Ineffizienz. Rapid verschenkte beim 1:1 in Hartberg zum zweiten Mal in Folge den Sieg im Finish. Beiden Teams aber fehlt in der extrem engen Tabelle nicht viel auf das vordere Drittel: Rapid liegt zwei, der LASK fünf Punkte hinter Platz vier.

12. Spieltag

"Wir stehen nicht dort, wo wir stehen können", ächzte LASK-Coach Andreas Wieland nach einer eigentlich dominanten Vorstellung seiner Elf, die ihre Chancen aber einmal mehr nicht nutzte. "Wir hätten in Führung gehen müssen", befand auch René Renner, der diesmal in einer - für den LASK ungewohnten - Vierkette auflief. Wieland argumentierte den Wechsel von 3-4-3 auf 4-2-3-1 mit einer gewissen "Konteranfälligkeit" und der darauf abstellenden Taktik des Gegners. Wir haben in den ersten 60 Minuten bewiesen, dass wir mehr Konterabsicherung hatten", befand Wieland und verwies darauf, dass das 0:1 aus einem Outeinwurf resultierte.

"Das war eine Unachtsamkeit, das darf uns natürlich nicht passieren", betonte Wieland, der sich seit Wochen mit den selben Fragen konfrontiert sieht. Er versuchte sich dennoch in Optimismus. Schließlich habe drei Tage nach dem 3:0 bei Alashkert in der Conference League das eigene Spiel "ja funktioniert. Altach hat zwei Torchancen gehabt - das war vermutlich auch ihr Plan", stellte der 38-Jährige fest. "Die Situation ist jedem klar. Ich verstehe den Unmut und die Pfiffe, Tore und Punkte sprechen nicht dafür, was wir an Qualität haben. Aber wir müssen weiter daranarbeiten, noch enger zusammenrücken, um aus dieser S-C-H-Situation herauszukommen."

Rapid-Trainer Kühbauer: "Es zählen die Fakten"

Nicht viel besser als dem LASK ergeht es Rapid. Drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg gegen Dinamo Zagreb kassierten die Hütteldorfer in Hartberg in der 97. Minute den Ausgleich zum 1:1. Bereits eine Woche zuvor wurde bei Austria Klagenfurt im Finish eine Führung verspielt, weshalb man in dieser Meisterschaftssaison weiterhin auf den ersten Auswärtssieg warten muss.

Trainer Dietmar Kühbauer trauerte im "Sky"-Interview wieder einmal zwei verlorenen Punkten nach. "Schön langsam werde ich müde. Wir hätten die Partie in der ersten Hälfte vorzeitig entscheiden müssen mit einem zweiten Tor." Dann folgte jedoch ein Rückfall und schließlich der bittere Gegentreffer. "Wir haben zum Schluss leider wieder nicht gut verteidigt, da müssen wir schon cleverer sein."

Die kicker-Elf des 12. Spieltags

Ein Rapid-Sieg wäre verdient gewesen, meinte Kühbauer. "Aber verdient hin und her, es zählen die Fakten." Und die sprechen eine deutliche Sprache. "Die Jungs sind momentan mental nicht so auf der Höhe, wie man es sein soll", berichtete Kühbauer.

Zu allem Überfluss wurde auch die Verletztenliste länger. Leo Greiml zog sich wohl einen Kreuzbandriss zu und dürfte monatelang ausfallen. "Die Verletzung ist dem geschuldet, dass Leo so viele Spiele machen muss. Aber es interessiert keinen, Hauptsache Spiele, Spiele, Spiele", kritisierte Kühbauer, der in Hartberg kurzfristig auch auf Kevin Wimmer verzichten musste. Der Ex-Teamspieler verspürte beim Aufwärmen Muskelbeschwerden.

apa