2. Bundesliga

Todt beerbt Kreuzer beim KSC

Karlsruhe: Nachfolger offiziell vorgestellt

Todt beerbt Kreuzer beim KSC

Neuer Sportlicher Leiter in Karlsruhe: Jens Todt.

Neuer Sportlicher Leiter in Karlsruhe: Jens Todt. imago

Nach dem realisierten Aufstieg in die Zweite Liga verlor der KSC einen der Macher des Neuanfangs: Sportdirektor Oliver Kreuzer, seit Mai 2011 im Amt, verabschiedete sich ein Jahr vor dem Ablauf seines bis Juni 2014 datierten Arbeitspapiers zum Hamburger SV.

Nun haben die Badener in Jens Todt einen Kreuzer-Nachfolger gefunden. Der 43-Jährige unterschreib einen Dreijahresvertrag beim KSC und wurde am Freitagnachmittag offiziell vorgestellt.

"Jens Todt erfüllt genau das Anforderungsprofil, welches wir für die Besetzung dieses Postens erstellt hatten", begründete KSC-Präsident Ingo Wellenreuther, weshalb der Ex-Profi den Posten erhielt. "Er kennt das Profigeschäft über viele Jahre auf und neben dem Platz, verfügt über ein gutes Netzwerk und kennt die 'Fußballszene' sehr gut. Darüber hinaus stimmen wir in der enormen Bedeutung des Nachwuchsbereiches für den Verein, in dem er reichhaltige Erfahrung mitbringt, mit ihm komplett überein."

Jens Todt spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für den SC Freiburg, Werder Bremen und den VfB Stuttgart. Insgesamt bestritt er 209 Spiele (21 Tore) in der Bundesliga sowie 101 Partien (18 Treffer) im Unterhaus.

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Nachdem der dreimalige Nationalspieler im Jahr 2003 seine Schuhe an den Nagel gehängt hatte, schlug er zunächst eine journalistische Laufbahn ein. Allerdings kehrte er im Jahr 2008 wieder in das Profigeschäft zurück und übernahm die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums beim Hamburger SV. Anschließend war er in gleicher Funktion für den VfL Wolfsburg tätig, ehe er im Jahr 2011 beim VfL Bochum als Manager anheuerte. Anfang April wurde er wegen des sportlichen Misserfolgs gemeinsam mit dem damaligen Trainer Karsten Neitzel entlassen.

In Zusammenarbeit mit Trainer Markus Kauczinski wird Todt nun weiter an einem schlagkräftigen Kader für die kommende Saison arbeiten. Bisher verpflichtete der KSC in Dennis Mast (Hallescher FC), Michael Vitzthum (VfB Stuttgart), Dimitrij Nazarov (Preußen Münster) und Manuel Gulde (SC Paderborn) vier neue Spieler. Hinzu kommt noch Jimmy Marton aus der eigenen Jugend. Auf der anderen Seite verliert der KSC sein Supertalent Hakan Calhanoglu, der nach einem Jahr Ausleihe nun endgültig zum Hamburger SV gehen wird.