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Tiefpunkt für Özil bei Arsenal - Artetas vielsagende Worte

Arsenal-Trainer erklärt Kader-Entscheidung

Tiefpunkt für Özil - Artetas vielsagende Worte

Mesut Özil beim Aufwärmen - spielen durfte er seit Anfang März nicht mehr für Arsenal.

Mesut Özil beim Aufwärmen - spielen durfte er seit Anfang März nicht mehr für Arsenal. imago images

Arsenals Spitzenverdiener ist Mesut Özil seit kurzem nicht mehr, das ist jetzt Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang. Sonst aber hat sich an Özils schwieriger Rolle bei seinem langjährigen Arbeitgeber nichts geändert - wobei: Eigentlich ist es noch schlimmer geworden.

Dass Mikel Arteta nicht mal im Ligapokal einen Kaderplatz für ihn fand, obwohl der Trainer in Leicester (2:0) am Mittwochabend zahlreiche Spieler aus der zweiten Reihe einsetzte, darf man getrost als Tiefpunkt für den Mittelfeldspieler bei Arsenal werten. Artetas Worte danach ließen zumindest kaum einen anderen Schluss zu.

Arteta setzt auf Spieler, "die in einer besseren Verfassung sind"

Die Frage, warum Özil bei ihm dermaßen in Ungnade gefallen sei, beantwortete der Trainer so: "Die Mannschaft entwickelt sich, man kann sehen, welches Level sie gerade erreicht." Für Özil heißt das wohl: Er ist kein Teil dieser Entwicklung. Hatte er bis zur Corona-Pause im Frühjahr noch regelmäßig unter Arteta gespielt, wurde er seitdem keine Minute mehr eingesetzt. In der neuen Saison fehlte er sogar stets im Aufgebot.

"Wir wählen für jedes Spiel die Spieler aus, von denen wir glauben, dass sie am besten passen", so Arteta. "Nicht nur für Mesut ist es jede Woche schwer, in den Kader zu kommen. Natürlich verstehe ich Ihre Frage, aber ich muss versuchen, meine Arbeit so fair wie möglich zu machen. Ich versuche, die Spieler zu nominieren, die meiner Meinung nach in einer besseren Verfassung sind."

An einen Abschied denkt Özil deswegen aber nach wie vor nicht. Er will seinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllen, der Zahlen enthält, die ihm wohl kein anderer Klub gerade bieten könnte. Spätestens im kommenden Sommer dürfte das Kapitel Arsenal für den bald 32-Jährigen nach dann acht Jahren beendet sein.

jpe