3. Liga

"Tiefer Einschnitt für uns": Dynamo muss 300.000 Euro Geldstrafe bezahlen

Vorkommnisse in der Relegation und gegen Schalke

"Tiefer Einschnitt für uns": Dynamo muss 300.000 Euro Geldstrafe bezahlen

Fans von Dynamo Dresden beim Relegationsspiel gegen Kaiserslautern.

Fans von Dynamo Dresden beim Relegationsspiel gegen Kaiserslautern. IMAGO/Dennis Hetzschold

Der DFB ahndete vor allem die Vorkommnisse beim Relegationsrückspiel gegen Kaiserslautern (0:2), als "Dresdner Zuschauer annährend 200 Pyros" abbrannten und "diese teilweise auch auf den Rasen" warfen, was laut DFB "zu einer siebenminütigen Spielunterbrechung führte". Zudem ahndete der Verband das Eindringen einiger Anhänger in den Kabinentrakt und den Mannschaftsbus der unterlegenen Heimmannschaft, wobei zwei Ordner verletzt worden sind. "Für die Vorkommnisse in diesem Spiel wurde eine Geldstrafe von 155.000 Euro mit einer Nachlass-Möglichkeit von 52.000 Euro verhängt", heißt es beim DFB.

Des Weiteren wurden auch die rund 30 pyrotechnischen Gegenstände geahndet, die beim Hinspiel (0:0) in Kaiserslautern im Gäste-Bereich abgebrannt wurden. Hierfür verhängte der DFB eine Strafe von 15.000 Euro "mit einem Nachlass von 5000 Euro", wie es in der Urteilsbegründung heißt.

Bestraft wurden auch Vorkommnisse beim Zweitliga-Heimspiel gegen Schalke 04 am 1. April (1:2). Wie der DFB in der Urteilsbegründung aufführt, wurden da "mindestens 200 Bengalische Fackeln und Blinker" sowie 20 Raketen von Dresdner Fans abgebrannt bzw. abgeschossen. Der Anpfiff hatte sich deshalb um eine Minute verzögert. "Zudem warfen sie in der 84. Minute mindestens zehn Gegenstände wie Feuerzeuge und Stifte in Richtung eines gegnerischen Spielers", heißt es auf der DFB-Website weiter. Die Vorkommnisse kosten die SGD ebenfalls 130.000 Euro Strafe.

Zusammengenommen müssen die in die 3. Liga abgestiegenen Sachsen damit eine Gesamtstrafe in Höhe von 300.000 Euro begleichen. "Davon kann der Verein bis zu 100.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2022 nachzuweisen wäre", heißt es von Verbandsseite.

Dynamo-Stellungnahme: "Urteil trifft uns sehr, sehr hart"

"Dieses Urteil trifft uns in einer - auch durch den sportlichen Zweitliga-Abstieg - ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeit sehr, sehr hart. Es stellt einen tiefen Einschnitt für uns dar", sagte Dynamos Kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend in einer Stellungnahme des Klubs. In der Verhandlung am Montag hätte verhindert werden können, dass der K-Block gesperrt wird. Dies wäre aus Dynamo-Sicht ein falsches Zeichen gewesen. "Umso wichtiger ist es, dass wir die interne Aufarbeitung und den engen Dialog mit allen beteiligten Parteien fortsetzen, um das notwendige Umdenken zu erreichen. Den vielen Worten müssen jetzt Taten folgen."

pau

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