2. Bundesliga

Thioune: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

Hamburger Trainer grundsätzlich zufrieden

Thioune: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

Simon Terodde (#9)

Zu Dank verpflichtet: Daniel Thioune (l.) klatscht Matchwinner Simon Terodde nach dessen Auswechslung ab. getty images

Mit Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hatte der Hamburger SV wahrlich nicht den leichtesten Kontrahenten vor sich. Es ging für Hamburg im Topspiel nicht nur darum, einen guten Start in die aufgrund der Corona-Pandemie nach hinten verschobene Saison hinzulegen, sondern vielmehr um Wiedergutmachung für das desaströse 1:4-Aus im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden.

Mit 1.000 Zuschauern im Rücken zeigte die Thioune-Elf diesmal auch ein anderes Gesicht - und "die richtige Reaktion auf das, was in den letzten Tagen los war", wie der Cheftrainer meinte. Die 1:4-Pokalpleite am Montag hatte den Hamburgern einige Schwächen quittiert - allen voran die verwundbare Defensive. Aus diesem Grund tauschte Thioune vor dem Ligaauftakt seine Innenverteidigung aus, stellte Neuzugang Heyer und den wieder genesenen Ambrosius (Sprunggelenkprobleme) anstatt des gesperrten Leistner sowie des auf die Bank verfrachteten David auf - und die Rechnung ging auf.

"Haben wenig anbrennen lassen"

Das neue Zentrum der Viererkette funktionierte wie ein Schweizer Uhrwerk. Die größte Baustelle wurde kurzerhand zur großen Stärke. "Wir haben hinten wenig anbrennen lassen", resümierte Heyer im Nachgang treffsicher. Fortuna Düsseldorf verbuchte über die gesamte Spieldauer nur wenige Abschlüsse - einer davon fand mithilfe eines HSV-Spielers sogar den Weg an Heuer Fernandes vorbei ins Tor. "Das Gegentor braucht man natürlich nicht - gerade, wenn man eigentlich die Überzahl und die Ruhe hat", meinte Thioune und merkte an, dass man noch viel Arbeit vor sich habe, "zum Beispiel bei eigenem Ballbesitz-Spiel".

Auch in der Offensive, der in Dresden die Durchschlagskraft gefehlt hatte, lief es deutlich besser - dank eines Neuzugangs, der einen Sahnetag erwischt hatte. Terodde, der in 2008/09 noch für die Fortuna auf Torejagd gegangen war, markierte bei seinem Startelfdebüt die einzigen beiden Treffer der Rothosen und sicherte den Hanseaten dadurch den unterm Strich hochverdienten Sieg.

kon