2. Bundesliga

HSV-Coach Thioune setzt auf heiße Herzen und kühlen Kopf

HSV-Trainer: "Wir wissen, dass wir eine Verantwortung haben"

Thioune setzt auf heiße Herzen und kühlen Kopf

HSV-Coach Daniel Thioune: "Ich denke in Lösungen und nicht in der Vergangenheit."

HSV-Coach Daniel Thioune: "Ich denke in Lösungen und nicht in der Vergangenheit." imago images

Sein Rezept im Umgang damit ist eine Mixtur aus zwei Komponenten: Er will Profis mit heißem Herzen und kühlem Kopf. Und ist sicher: "Wir haben in dieser Saison schon gesehen, dass wir viele Spieler im Kader haben, die beides mitbringen."

Thioune: "Es ist kein Spiel um ausschließlich drei Punkte"

Das Stilmittel, mithilfe eines Blickes in die Vergangenheit die Sinne zu schärfen, wählt der 46-Jährige jedoch nicht. Die beiden 0:2-Pleiten sollen nicht im Mittelpunkt stehen in der Spielvorbereitung. "Ich denke in Lösungen und nicht in der Vergangenheit." Das bedeutet für ihn: "Vielleicht muss ich als Trainer in diesen Tagen auch ein bisschen das Regulativ sein." Mit Sachlichkeit will er als Coach die richtige Taktik auswählen und fordert: "Wir müssen fokussiert sein." Gleichzeitig versucht er, seine Spieler natürlich dennoch zu emotionalisieren: "Es ist kein Spiel um ausschließlich drei Punkte. Wir wissen, dass wir eine Verantwortung haben, allen Leuten, die es mit dem HSV halten, ein gutes Gefühl zu geben. Diese Verantwortung sollte uns beflügeln, aber sie darf uns nicht hemmen."

Thioune: "Da wird etwas auf uns zukommen"

Zunächst einmal haben der 15-Punkte-Start und das nahende Derby zumindest hinsichtlich der Personalsituation beflügelnde Wirkung. Bis auf Bakery Jatta (Adduktorenzerrung) melden sich alle Profis zurück. Jeremy Dudziak ist nach Schulterproblemen bereits seit Dienstag wieder im Mannschaftstraining und beschwerdefrei. Auch Amadou Onana ist nach muskulären Problemen und zwei Tagen Pause wieder dabei. Da zudem Toni Leistner seine Rotsperre abgesessen hat, kann Thioune personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Und glaubt, dass das gegen den Stadt-Rivalen auch nötig sein wird. "St. Pauli hat in dieser Saison schon ordentlich Nehmer-Qualitäten bewiesen und Widerstände gebrochen. Wenn man dachte, sie sind weg, waren sie stets noch in der Lage, das Spiel zu drehen. Da wird etwas auf uns zukommen."

Sebastian Wolff

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