2. Bundesliga

Thioune setzt auf das Ambrosius-Comeback

HSV-Innenverteidiger blieb während Corona-Erkrankung symptomfrei

Thioune setzt auf das Ambrosius-Comeback

HSV-Innenverteidiger Stephan Ambrosius ist wieder am Ball.

HSV-Innenverteidiger Stephan Ambrosius ist wieder am Ball. imago images

Hamburgs Trainer plagen vor der Nachholpartie gegen Erzgebirge Aue am Mittwoch (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erhebliche Personalsorgen - lindern könnte sie ausgerechnet der erste und bislang einzige Corona-Fall des HSV: Stephan Ambrosius.

Thioune über Ambrosius: "Er hat richtig hart gearbeitet"

Beim Innenverteidiger war während des Aufenthalts bei der deutschen U 21 das Virus diagnostiziert worden, der Krankheitsverlauf aber war mild. "Stephan hatte kaum Symptome, kein Fieber", sagt Thioune und verrät, dass Ambrosius während der Quarantäne im Homeoffice intensiv trainiert hat. "Er hat richtig hart gearbeitet, wir haben ihn hoch belastet." Montag kehrte er nun auf den Platz zurück, soll noch einen weiteren Belastungstest absolvieren, dann aber wohl direkt wieder starten. "Ich gehe davon aus, dass er einsatzbereit ist."

Spielersteckbrief S. Ambrosius
S. Ambrosius

Ambrosius Stephan

Trainersteckbrief Thioune
Thioune

Thioune Daniel

Hamburger SV - Vereinsdaten
Hamburger SV

Gründungsdatum

29.09.1887

Vereinsfarben

Blau-Weiß-Schwarz

Der 21-jährige Aufsteiger der ersten Saisonwochen würde dem Coach ganz erheblich helfen, denn mindestens am Mittwoch werden die beiden Außenverteidiger Josha Vagnoman und Tim Leibold wohl weiter fehlen, obwohl sie wieder leichtes Balltraining absolvieren. Dazu fehlt auch Toni Leistner gesperrt. Das bedeutet: Thioune benötigt Moritz Heyer wieder links in der Viererkette und Ambrosius im Zentrum. Defensive Bastelarbeit, die bedingt, dass der Spielplan, den er vor rund zwei Wochen im Vorfeld der ursprünglich angesetzten Partie gegen die Erzgebirger ausgearbeitet hatte, ein anderer sein wird. "Unser Personal hat sich verändert, vielleicht entscheidet auch das ein bisschen mit über die Taktik." Auch im vorderen Bereich: Jeremy Dudziaks Einsatz nennt der Trainer "zwar nicht ausgeschlossen", die Chance auf den Spielmacher aber ist minimal. "Wir werden ihn Montag und Dienstag nicht belasten."

Thioune: "Man kann auch in Unterzahl besser Fußball spielen"

Unabhängig vom Personal erwartet Thioune von seinen Profis am Mittwochabend einen besseren Auftritt als beim glücklichen 1:0 in Fürth. Drei Siege zum Start nimmt der 46-Jährige gern für das Selbstvertrauen und das Punktepolster, er ist jedoch auch um die richtige Einordnung bemüht und konstatiert: "Alle Spiele waren sehr, sehr schwer." Und mit dem Rückblick auf Fürth: "Die Spieleröffnung und das Positionsspiel haben mir nicht gut gefallen." Defizite, die er nicht allein an der knapp 40-minütigen Unterzahl festmacht: "Man kann auch in Unterzahl besser Fußball spielen." Die Gefahr, dass Selbstzufriedenheit Einzug hält in Hamburg, besteht zumindest beim Trainer nicht.

Sebastian Wolff

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