2. Bundesliga

96 bangt wegen Ernst-Verletzung - Teuchert nach Tor erleichtert

Ernst-Verletzung "sah nicht gut aus"

Teuchert beendet Wartezeit und will sich nicht verstecken

Cedric Teuchert (li.) erzielte gegen Darmstadt seinen ersten Treffer, nachdem er im Winter erneut in Hannover angeheuert hatte. 

Cedric Teuchert (li.) erzielte gegen Darmstadt seinen ersten Treffer, nachdem er im Winter erneut in Hannover angeheuert hatte.  picture alliance/dpa

Hektisch war es in Hannover kurz vor Anpfiff des Heimspiels gegen Darmstadt zugegangen. Beim Aufwärmen hatte sich der eigentlich für die Startelf angedachte Sebastian Ernst verletzt. Kurzfristig war dafür Sebastian Stolze in die Startformation gekommen.  Nach dem Abpfiff gab 96-Trainer Christoph Dabrowski vereinseigenen Medien eine erste Auskunft zu dem Ausfall: "Es sieht wohl so aus, als wenn die Achillessehne in Mitleidenschaft gezogen wurde." Natürlich müsse man abwarten, "was die Diagnose vom Arzt hergibt", aber "es sah nicht gut aus". 

Dabrowski lobt "leidenschaftliche" 96er

Gut sah dagegen die Leistung der Niedersachsen während der 90 Minuten gegen Spitzenteam Darmstadt aus. "Ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft" hatte auch Dabrowski wahrgenommen und war dabei vor allem von der Reaktion seines Teams auf die beiden Rückschläge in Form von Ernsts Verletzung und dem Rückstand angetan: "Nach dem Eigentor von Stolze habe ich eine Mannschaft gesehen, die leidenschaftlich nach vorne gespielt hat, die Chancen kreiert hat und dann auch in Führung gegangen ist." Deshalb nehme er "den Punkt unter dem Strich gerne mit".

Einzig eine Situation ärgerte ihn nach Abpfiff: "die Elfmetersituation beim Stand von 0:1". In der 23. Minute war Maximilian Beier gegen Patric Pfeiffer zu Boden gegangen. Rückkehrer Felix Zwayer unterbrach nicht, und auch aus Köln kam keine Intervention. Zumindest eine Review hätte sich Dabrowski gewünscht. 

Nahezu wunschlos glücklich war hingegen Cedric Teuchert. Der Offensivakteur, der sich im Winter ein zweites Mal den Roten angeschlossen hatte, war in seinen ersten vier Einsätzen für die 96er torlos geblieben und verbuchte nun gegen die Lilien das erlösende erste Erfolgserlebnis. "Ich habe ein bisschen mit mir gehadert", resümierte er seine torlose Zeit zu Jahresbeginn. Dennoch hätten er und das Trainerteam "weiter an mich geglaubt". Die Freude über sein Tor sei "natürlich riesig", obwohl am Ende kein Sieg herausgesprungen war. "Das 2:2 geht in Ordnung", befand er nach dem "ausgeglichenen Spiel". 

Teuchert will mehr und nimmt St. Pauli ins Visier

Dieses und sein persönliches Highlight schienen dem 25-Jährigen Lust auf mehr zu machen: "Ich glaube, wir brauchen uns vor keinem Gegner zu verstecken", kündigte er vorausschauend auf das kommende Spiel beim FC St. Pauli nächsten Sonntag (13.30 LIVE! bei kicker) an. In der Liga gewinne schließlich "jeder gegen jeden", so Teuchert weiter. Vielleicht ärgern die Niedersachsen auch den neuen Spitzenreiter. Mit Teuchert haben sie zumindest einen Spieler in ihren Reihen, der weiß, wie man gegen solche Teams trifft. 

mja

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